





Mobilität gehört zum Alltag und wird immer komplexer. In diesem Zusammenhang stellt die Unterstützung von Kindern und Jugendlichen bei der Entwicklung ihrer Mobilität eine grosse Herausforderung sowohl für ihre persönliche Entfaltung und ihr Wohlbefinden als auch für die Verkehrssicherheit dar. Ob zu Fuss, mit dem Trottinett oder dem Velo – sich sicher im Strassenverkehr zu bewegen will gelernt werden: Dieses Wissen wird von klein auf durch fürsorgliche Begleitung und positive Erfahrungen erworben.
Beim TCS setzen wir uns für die Entwicklung der Mobilität von Kindern und für deren Sicherheit ein. Wir vermitteln den Kindern die erforderlichen Fähigkeiten, geben ihnen Selbstvertrauen und motivieren sie, selbstständig zu handeln. Gleichzeitig unterstützen wir die Personen, die sie bei diesem Lernprozess begleiten. Hier erfahren Sie, wie wir täglich dafür sorgen, dass Kinder in der Schweiz sicherer und selbstständiger unterwegs sind!
Marc Baertsch, responsable éducation routière et prévention au TCS
Unser Ansatz zur Mobilitätsbildung beruht auf drei Säulen. Sie dienen als wichtige Leitlinien bei der Steuerung unserer Entscheidungen, der Strukturierung unserer Massnahmen und der Gewährleistung der Kohärenz all unserer Programme und pädagogischen Tools.
Mobilität lässt sich nicht über Nacht erlernen: Sie entwickelt sich Schritt für Schritt, mit zunehmender Erfahrung und Reife. In jeder Lebensphase – von der Kindheit über die Jugend und das Erwachsenenalter bis ins hohe Alter – ändern sich die mit der Mobilität verbundenen Bedürfnisse, Fähigkeiten und Herausforderungen. Kinder lernen zunächst, sich zurechtzufinden und sich sicher zu bewegen, Jugendliche gewinnen an Selbstständigkeit und Verantwortung, während Erwachsene sowie Seniorinnen und Senioren ihre Gewohnheiten und Verhaltensweisen an neue Gegebenheiten anpassen müssen. Der TCS begleitet und berät Menschen von klein auf, um aus ihnen selbstständige, verantwortungs- und selbstbewusste Verkehrsteilnehmende zu machen.
Die Sicherheit von Kindern im Strassenverkehr erfordert ein kollektives Engagement. Aus diesem Grund beruhen unsere Programme auf einem kooperativen Ansatz, der Polizei, Eltern und Lehrpersonen zu einem gemeinsamen Ziel vereint: die Förderung einer kohärenten und umfassenden Mobilitätsbildung, um die Sicherheit der Kinder zu gewährleisten und ihre Selbstständigkeit zu stärken. Alle Akteurinnen und Akteure leisten ihren Beitrag, um Kindern zu einer sichereren und verantwortungsbewussteren Mobilität zu verhelfen. Diese Zusammenarbeit beruht auf differenzierten pädagogischen Ansätzen, die es ermöglichen, Massnahmen zu koordinieren und die Wissensvermittlung zu optimieren.
Der Eintritt in die Schule bedeutet für Kinder eine Erweiterung ihres Lebensraums und spielt eine wichtige Rolle für die Entwicklung ihrer Mobilität. Der Schulweg wird nun für jedes Kind, das ihn zurücklegt, zu einer alltäglichen Erfahrung und bietet Gelegenheiten zum Entdecken und Lernen. Dieser Weg, die Interaktionen, die er ermöglicht, und die Herausforderungen, denen sich die Kinder stellen müssen, spielen eine wichtige Rolle in ihrer Entwicklung. Da Kinder jedoch besonders gefährdete Verkehrsteilnehmende sind, ist es unerlässlich, sie gut auf die Herausforderungen vorzubereiten, die auf sie zukommen.
Um Kinder für die Herausforderungen des Strassenverkehrs zu sensibilisieren, hat die Abteilung Verkehrssicherheit des TCS in enger Zusammenarbeit mit der Pädagogischen Hochschule Wallis und der Polizei das Lernprogramm «Die Strasse und ich» entwickelt. Dieses Programm legt den Fokus auf das Kind als Fussgänger und seine ersten Schritte im Strassenraum. Es verfolgt einen spielerischen Ansatz, der besonders gut auf Kinder im Alter von 4 bis 8 Jahren abgestimmt ist. Gerade in diesem Alter übernimmt das Spielen eine zentrale Rolle bei der Entwicklung sozialer, motorischer und kognitiver Kompetenzen.
Ob Polizei, Elternteil oder Lehrperson – tauchen Sie ein in die farbenfrohe Welt von «Die Strasse und ich», und entdecken Sie unsere verschiedenen Tools und Aktivitäten!
Mit zunehmendem Alter legen Kinder immer grössere Entfernungen zurück und ihre Transportmittel werden vielfältiger: Vor allem die Nutzung von Fortbewegungsmitteln mit Rädern und Rollen gewinnt an Bedeutung. Besonders das Velofahren stellt hohe Anforderungen an Gleichgewicht, Reaktionsfähigkeit, Kenntnis der Regeln und die Wahrnehmung anderer Verkehrsteilnehmenden. Dabei kommen oft ungewohnte Situationen hinzu, die Kinder erst verstehen und bewältigen müssen.
Um diesen Lernprozess zu unterstützen, hat die Abteilung Verkehrssicherheit des TCS in enger Zusammenarbeit mit der Pädagogischen Hochschule Freiburg und der Polizei das Verkehrsbildungsprogramm «Die Mobeeez» für Schülerinnen und Schüler im Alter von 8 bis 12 Jahren entwickelt. Es bietet attraktive, flexible und innovative Tools, die auf die spezifischen Bedürfnisse der verschiedenen Akteurinnen und Akteure zugeschnitten sind und auf die Herausforderungen in Sachen Mobilität für Kinder im Zyklus 2 (8 bis 12 Jahre) eingehen. Vorbereitung des Velos, Schutzausrüstung und Sichtbarkeitsartikel, Verkehrszeichen, Vortrittsregeln und das Erkennen von Gefahren gehören zu den Themen, die im Programm behandelt werden.
Ob Polizei, Elternteil oder Lehrperson – erkunden Sie das Mobeeez-Universum, und lassen Sie sich von unseren Tools und Vorschlägen für Aktivitäten inspirieren, die auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind!
In der Jugend vollzieht sich ein Wandel in puncto Mobilität: Jugendliche bewegen sich zunehmend selbstständig im Strassenverkehr und entdecken nach und nach motorisierte Transportmittel, die ihnen ein Gefühl von Freiheit und Unabhängigkeit vermitteln. Es ist auch eine Zeit der Selbstfindung, in der sie versuchen, sich selbst kennenzulernen, ihre Fähigkeiten zu testen und manchmal auch Grenzen auszuloten. Diese Experimentierfreude gehört zu ihrer Entwicklung dazu, kann sie jedoch auch Risiken aussetzen, die insbesondere mit einer Überschätzung ihrer Fähigkeiten, mangelnder Erfahrung, Gruppendruck, einer noch schwachen Impulskontrolle oder einer unzureichenden Wahrnehmung von Gefahren zusammenhängen.
Darüber hinaus werden junge Menschen in einem sich ständig wandelnden Mobilitätsumfeld auch von neuen Fortbewegungsarten und technologischen Innovationen beeinflusst, die das Verhältnis zum Strassenverkehr neu definieren. Es ist daher unerlässlich, sie in dieser Übergangsphase zu begleiten, damit sie Erkundungsdrang, Eigenständigkeit und Sicherheit miteinander in Einklang bringen können. Prävention spielt dabei eine Schlüsselrolle, ebenso wie Dialog und Erfahrungsaustausch, die das Bewusstsein für ein verantwortungsbewusstes Mobilitätsverhalten fördern.
Auf dem Online-Portal Edu4motion finden Lehrpersonen lebensnahe, motivierende Kurse rund um das Thema Verkehrssicherheit. Diese einsatzbereiten Lektionen fördern Gespräche, regen zum Nachdenken an und erfüllen gleichzeitig die fachspezifischen Lernziele. Dieser Ansatz ermöglicht es, die Schülerinnen und Schüler für verschiedene Herausforderungen der Unfallverhütung zu sensibilisieren und gleichzeitig fächerübergreifende Kompetenzen wie kritisches Denken, Respekt für andere und Selbstvertrauen zu entwickeln.
Weitere Präventionsprojekte für diese Zielgruppe werden derzeit entwickelt und sind in Kürze verfügbar!
