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7. TCS-Verkehrskonferenz

Über 140 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben an der diesjährigen TCS-Verkehrskonferenz im Messezentrum Allmend-Luzern teilgenommen.

20. November 2017

Erreichbarkeit der Stadt Luzern beeinflusst die ganze Region

Die Erreichbarkeit und Anbindung der Stadt Luzern war Thema der TCS-Verkehrskonferenz 2017. Im vorgestellten Bericht schneidet Luzern gegenüber anderen Städten aktuell gut ab. Die Diskus-sion zeigte aber, dass die Wahrnehmung eine andere ist und sich Probleme verlagern.

Das Gebiet um den Bahnhof Luzern ist ein wichtiger Verkehrsknoten. Eine gute Erreichbarkeit des Bahnhofge-biets für alle Verkehrsträger ist von zentraler Bedeutung. In Luzern geht der Trend in eine andere Richtung. Daher stellte die Sektion Waldstätte die Erreichbarkeit und Anbindung des Bahnhofgebiets Luzern ins Zentrum der 7. TCS-Verkehrskonferenz vom 20. November 2017. Das Interesse war so gross wie noch nie. Über 140 Personen aus Wirtschaft und Politik besuchten die Veranstaltung in der Messe Luzern.

Luzern auf Rang 1 im Städtevergleich
Zu Beginn der TCS-Verkehrskonferenz stellte der Verkehrs- und Transportberater Thomas Schmid einen Bericht vor. Untersucht wurde die Erreichbarkeit und Anbindung von verschiedenen Schweizer Städten. Sein Fazit: «Bei der Erreichbarkeit des Bahnhofgebiets schneidet Luzern im direkten Städtevergleich mit Lausanne, Winterthur, St. Gallen und Lugano in den meisten Kriterien auf Rang 1 ab.» Schmid bewertet die Erreichbarkeit des Verkehrsknotens Bahnhof Luzern aktuell als gut, ausser zur Hauptverkehrszeit auf den Strassen. «Dann ist die Strasse überlastet und es kommt zu instabilen Situationen und zu Staus.» Ein Blick in die nähere Zukunft zeige aber, dass die Erreichbarkeit leiden könnte, etwa durch den Abbau von Carparkplätzen oder die fehlende Nähe zu Fernbus-Haltestellen. Zur Verbesserung der Erreichbarkeit gebe es zahlreiche Ansätze. «Die Agglomerationsgemeinden müssen in die Konzeption der Lösungen eingebunden werden», so Schmid.

Diskussion mit Kritik aus Emmen
Die Ergebnisse des Berichts bildeten die Ausgangslage für die Podiumsdiskussion. Unter der Leitung von Jérôme Martinu, Chefredaktor der Luzerner Zeitung, diskutierten Regierungsrat Robert Küng, Stadtpräsident Beat Züsli, Unternehmer, Kantonsrat und Emmer Gemeinderat Urs Dickenhof und René Kamer, Vizepräsident des Verwaltungsrates der Luzern Tourismus AG und Geschäftsführer von RailAway. Es würden nicht nur Fakten zählen, sondern auch die subjektive Wahrnehmung, erinnerte Martinu eingangs der Diskussion. Diesen Ball nahm Urs Dickenhof auf und kritisierte die Verkehrspolitik der Stadt: «Luzern denkt nicht regional und verlagert die Probleme. Wir ertrinken im Verkehr.» Stadtpräsident Züsli konterte den Vorwurf: «Abschottung ist nicht das Ziel der Stadt, sondern die Erreichbarkeit.» Auch die Grossprojekte Durchgangsbahnhof und Bypass mit Spange Nord gaben zu reden. Robert Küng brachte dabei die kantonale Sicht ein und wies auf die Bedeutung für die ganze Region hin: «Die Spange Nord ist ein wesentlicher Bestandteil zur Entlastung von Stadt und Agglomeration.» In der Diskussion wurde klar, dass zwischen Stadt und Kanton noch kein Konsens bei der Spange Nord besteht. Bezüglich Durchgangsbahnhof brauche es visionäres Denken, sagte René Kamer: «Wir müssen bei grossen Bildern bleiben und Schritt für Schritt vorwärts gehen.»

TCS freut sich über grosses Interesse
Die TCS-Verkehrskonferenz wurde von der Sektion Waldstätte organisiert. Geschäftsführer Alexander Stadelmann freute sich über das grosse Interesse. «Wir sind mit Anmeldungen überhäuft worden und mussten zahlreichen Personen absagen. Das zeigt, dass wir mit dem Thema den Nagel auf den Kopf getroffen haben.» Der TCS versteht sich als konstruktiver, aber auch kritischer Partner bei Mobilitätsfragen. Die Durchführung der TCS-Verkehrskonferenz ermöglicht den Diskurs und gibt aktuellen Mobilitätsthemen eine Plattform. 

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