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9. TCS-Verkehrskonferenz

Rund 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben an der diesjährigen TCS-Verkehrskonferenz im Messezentrum Allmend-Luzern teilgenommen.

26. November 2019
9. TCS-Verkehrskonferenz

Tempo 30 auf Hauptstrassen braucht Alternativen

Tempo 30 auf Kantonsstrassen: Fluch oder Segen? Die Einladung zur TCS-Verkehrskonferenz stellte eine provokative Frage. Die Veranstaltung mit Referaten und Diskussion lieferte unterschiedliche Antworten darauf, wie sinnvoll und zielführend Tempo 30 auf Hauptachsen ist.

Das Thema «Tempo 30» ist überall präsent. Es bewegt neben Fachleuten, Politik und Behörden auch immer mehr die breite Öffentlichkeit. Dies bestätige die TCS-Verkehrskonferenz vom Montag, 25. November 2019 in Luzern. Auf Einladung der TCS-Sektion Waldstätte besuchten rund 150 Interessierte die öffentliche Veranstaltung – so viele Personen wie noch nie.

Flächendeckend nicht sinnvoll
Die Kantonsstrassen sind Herz und Lebensadern für die Bevölkerung und die Wirtschaft. Welche Effekte Tempo 30 hat, stellte Thierry Burkart, TCS-Vizepräsident und frisch gewählter Ständerat, in seinem Referat vor. Am Beispiel Graz zeigte er, dass Tempo 30 flächendeckend keinen dauerhaften Einfluss auf die Unfallzahlen hat. Zudem führt ein geringeres Tempo nicht automatisch zu weniger Lärm. Sein Fazit: «Tempo 30 flächendeckend einführen ist nicht sinnvoll. Man muss zwischen verkehrsorientierten Hauptstrassen und Quartierstrassen unterscheiden. Tempo 30 kann, aber muss nicht die geeignete Massnahme sein.»

Erfolgsstory Horw
Tempo 30 auf Hauptstrassen kann nachhaltig funktionieren. Dies zeigt sich in Horw. Gemeindepräsident Ruedi Burkard erklärte in seinem Referat, wie Tempo 30 im Zentrum erfolgreich umgesetzt wurde. Die Grundlage dafür legten die Erweiterungsbauten der Autobahn A2/6. Im Anschluss wurde ab 2005 die Hauptstrasse im Zentrum verkehrsberuhigt und ein gleichberechtigtes Nebeneinander ermöglicht. «Das funktioniert heute sehr gut», sagte Burkard. «Aber für 519 Meter verkehrsberuhigte Kantonsstrasse brauchte es drei Zubringer zum Kreisel Schlund und die Ringstrasse.»

Differenzen zwischen Stadt und Land
In der Diskussion öffnete sich der Graben zwischen Stadt und Land. Die Stadt Luzern setzt auch auf verkehrsorientierten Strassen wie der Hirschmattstrasse auf Tempo 30. Stadtrat Adrian Borgula betonte aber: «Tempo 30 ist keine Lenkungsmassnahme für weniger Verkehr. Wir wollen damit schwere Unfälle verhindern und die Lebensqualität erhöhen.» Für Pius Kaufmann, Kantonsrat und Gemeindeammann von Escholzmatt-Marbach, ist Tempo 30 auf Kantonsstrassen nicht erstrebenswert: «Das sollte die Ausnahme sein, da Kantonsstrassen eine übergeordnete Aufgabe haben.» Falls Tempo 30 eingeführt wird, muss eine andere Strasse diese Aufgabe übernehmen, sagte Thierry Burkart: «Dann braucht es Alternativen wie Umfahrungen, um den Verkehr zu führen.» Diese Haltung teilte der Horwer Gemeindepräsident Ruedi Burkard. Er stelle aber fest: «Der Kanton Luzern tut sich schwer mit Umfahrungsstrassen.» Die Diskussion führte von der geplanten Umfahrung Wol-husen zum Bypass Luzern. Während Stadtrat Adrian Borgula auf die Vernehmlassung verwies, bezog Ruedi Burkard klar Stellung: «Wir brauchen eine Entlastung auf der Nord-Süd-Achse. Horw wird sich auch für den Bypass mit einer halben Spange Nord einsetzen.»

TCS als Partner für Mobilitätsfragen
Die TCS-Verkehrskonferenz fand bereits zum 9. Mal statt und wurde von der Sektion Waldstätte organisiert. «Dem TCS ist es ein Anliegen, dass Mobilitätsfragen offen und breit diskutiert werden», sagt Geschäftsführer Alexander Stadelmann. «Die TCS-Verkehrskonferenz ist dafür eine geeignete Plattform, wie sich auch in diesem Jahr bestätigte.» Die TCS-Sektion Waldstätte begleitet die Verkehrspolitik in Luzern, Obwalden und Nidwalden als engagierter und konstruktiver Partner und gibt mit Ideen und kritischen Fragen neue Impulse.

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