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8. TCS-Verkehrskonferenz

Rund 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben an der diesjährigen TCS-Verkehrskonferenz im Messezentrum Allmend-Luzern teilgenommen.

20. November 2018
8. TCS-Verkehrskonferenz

Antworten auf immer mehr Pendler sind umstritten

Die 8. TCS-Verkehrskonferenz stellte die Bedeutung und Wichtigkeit einer funktionierenden und leistungsfähigen Strasseninfrastruktur ins Zentrum. Das Referat zeigte, dass immer mehr Pendler unterwegs sind. Wie das erhöhte Verkehrsaufkommen bewältigt werden soll, war in der Diskussion umstritten.

Immer mehr Personen wohnen und arbeiten nicht mehr am selben Ort. Im Kanton Luzern sind zwei Drittel der Bevölkerung Pendlerinnen und Pendler. Für den Arbeitsweg, aber auch für Freizeitaktivitäten, ist ein Grossteil der Bevölkerung auf eine funktionierende und leistungsfähige Strasseninfrastruktur sowie eine optimale Anbindung und Erreichbarkeit angewiesen. Um diese Thematik drehte sich die 8. TCS-Verkehrskonferenz vom 19. November 2018. Die Veranstaltung stiess auf grosses Interesse. Rund 120 Personen sind der Einladung der TCS-Sektion Waldstätte gefolgt und erlebten ein Referat mit teils überraschenden Zahlen zur Mobilität der Bevölkerung in Luzern, Obwalden und Nidwalden sowie eine engagierte Podiumsdiskussion.

Auto dominiert Freizeit- und Arbeitsverkehr
Wir sind ein Volk von Pendlern. Dies verdeutlichte das Referat von Norbert Riesen, Direktor LUSTAT Statistik Luzern. Gegenüber 2005 werden heute in Luzern, Obwalden und Nidwalden weitere Distanzen zurückgelegt, aber in kürzerer Zeit. Am mobilsten sind junge Erwachsene. Ziel und Zweck der Mobilität ist für die meisten Personen die Freizeit, gefolgt von Arbeit und Einkaufen. «Das mag erstaunen», sagte Norbert Riesen. «Aber die Rangliste ist eindeutig: Man ist in der Freizeit fast doppelt so weit unterwegs als für den Arbeitsweg.» Unabhängig von Ziel und Zweck dominiert der motorisierte Individualverkehr. Rund Zweidrittel der Distanzen werden in allen drei Kantonen mit dem Auto zurückgelegt. Norbert Riesen zeigte auch die Pendlerströme auf. Überdurchschnittlich viele Personen aus Obwalden und Nidwalden pendeln in die Stadt oder Agglomeration Luzern.» Auch für Zu- und Wegpendelnde der Zentralschweiz ist das Auto die erste Wahl.

Erreichbarkeit beschäftigt Politik und Wirtschaft
Das Referat bildete die Grundlage für die Podiumsdiskussion unter der Leitung von Jérôme Martinu, Chefredaktor der Luzerner Zeitung. Roland Koch, Bereichsleiter Mobilität des Tiefbauamts der Stadt Luzern, plädierte für Flächeneffizienz: «Wir müssen die Strassenkapazitäten, die zur Verfügung stehen, möglichst effizient nutzen.» Daher fördere die Stadt den öffentlichen Verkehr und setze auf Massnahmen wie Busspuren. Für Peter With, Grossstadtrat und Präsident des Gewerbeverbands Kanton Luzern, war dies nicht nachvollziehbar: «Die Stadt versucht den motorisierten Individualverkehr einzudämmen, aber ohne den gewünschten Erfolg. Darunter leidet auch das Gewerbe.» Die Erreichbarkeit ist auch für das Luzerner Kantonsspital als grösster Arbeitgeber im Kanton ein Problem. «Wir mussten Spielregeln definieren, welche Mitarbeitende Anrecht auf einen Parkplatz haben», sagte Florentin Eiholzer, Departementsleiter Betrieb und Infrastruktur am Luzerner Kantonsspital. «Wir nutzen aber die ganze Palette und unterstützen beispielsweise auch die Anreise mit dem ÖV oder bieten eine App für Fahrgemeinschaften.» Das Miteinander sei wichtig, betonte auch Daniel Gasser, Gemeindepräsident von Ebikon und Kantonsrat, und plädierte für die Spange Nord: «Dieses Vier-Generationen-Projekt ist für uns ein zentrales Element, damit der Verkehr in der Region fliesst.» Diesen Ball nahm Peter Schilliger, Präsident der TCS-Sektion Waldstätte, in seinem Schlusswort auf: «Die Gesamtmobilität muss funktionieren. Daher setzt sich der TCS für das Miteinander aller Mobilitätsformen ein.»

TCS leistet Beitrag zur Meinungsbildung
Die TCS-Verkehrskonferenz wird von der Sektion Waldstätte organisiert. «Wir konnten einen weiteren wertvollen Beitrag zur Meinungsbildung leisten und Fakten schaffen», ist Geschäftsführer Alexander Stadelmann überzeugt. «Ich freue mich sehr, dass das diesjährige Thema auf so grosses Interesse gestossen ist.» Die TCS-Sektion Waldstätte versteht sich als engagierter und konstruktiver Partner für Mobilitätsfragen, der die Verkehrspolitik in Luzern, Obwalden und Nidwalden kritisch begleitet und neue Impulse geben will.

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