





Die Delegiertenversammlung des TCS durfte in diesem Jahr im eindrücklichen Rahmen des Nationalratssaals stattfinden – ein Ort, der wie kaum ein anderer für Austausch, Verantwortung und Engagement steht. Der anschliessende Galaabend im Kultur Casino Bern bot den würdigen Abschluss eines gelungenen Tags mit vielen Begegnungen, Gesprächen und schönen Momenten innerhalb der grossen TCS-Familie.
Die TCS Sektion Bern war dieses Jahr Gastgeberin der Delegiertenversammlung, dem obersten Organ des TCS. Sie besteht aus 145 Sektionsdelegierten, den Mitgliedern des Verwaltungsrats sowie den Delegierten der TCS Camping Clubs. Wie beim Nationalrat richtet sich die Anzahl der Sitze pro Sektion nach ihrer Mitgliederzahl.
Vom Sessionsbetrieb zur TCS-Sitzung
Der Veranstaltungsort war aussergewöhnlich: Am Vormittag wurden im Nationalratssaal noch die letzten Geschäfte der Sommersession behandelt, nur wenige Stunden später fand dort bereits die Delegiertenversammlung des TCS statt. Die Einladung von Nationalratspräsident
Pierre-André Page ins Bundeshaus war für den TCS eine grosse Ehre und zugleich eine organisatorische Herausforderung. Innerhalb eines engen Zeitfensters musste der Saal kontrolliert, gereinigt und für die Veranstaltung vorbereitet werden. Gleichzeitig wurden die Delegierten gestaffelt vom Kultur Casino Bern ins Bundeshaus begleitet, damit die Sicherheitskontrollen reibungslos und ohne lange Wartezeiten abgewickelt werden konnten. Die Sicherheitskontrolle beim Einlass funktioniert ähnlich wie an einem Flughafen und kann nur eine begrenzte Anzahl Personen pro Stunde bewältigen.
Mitglieder-Zuwachs stärkt den TCS
Der Aufwand zahlte sich aus: Alle Delegierten nahmen pünktlich Platz, als Zentralpräsident Peter Goetschi die Versammlung eröffnete. Er zog eine erfreuliche Bilanz für das Jahr 2025. Der TCS zählt neu 1,65 Millionen Mitglieder – ein Plus von 34'000. Erfolgreiche Kampagnen wie jene zur Schulwegsicherheit sowie der Ausbau der Dienstleistungen in den Bereichen E-Mobilität, Reisen, Recht und Cyberschutz stärkten den Club zusätzlich. Auch die Pannenhilfe blieb das Herzstück des TCS und ein unverzichtbares Angebot für die Mitglieder.
Erfreulich entwickelten sich auch die Geschäftsfelder: TCS Camping erreichte mit 942'000 Logiernächten eines der besten Ergebnisse seiner Geschichte, TCS Ambulance setzte ihren Wachstumskurs fort. Zudem verabschiedeten die Delegierten die politischen Leitlinien
2026–2030. Im Fokus stehen eine leistungsfähige Infrastruktur, sichere und innovative Mobilität sowie eine ausgewogene Nachhaltigkeit. Damit bekräftigte der TCS seinen Anspruch, auch künftig die führende Mobilitätsorganisation der Schweiz zu bleiben.
Ein gelungener Anlass
Nach der Versammlung wurde der Tag mit einem festlichen Gala-Dinner im Kultur Casino Bern abgerundet. Der Kinderchor des Berner Münsters sorgte mit seiner musikalischen Umrahmung für eine besonders stimmungsvolle Atmosphäre. Ein weiterer musikalischer Höhepunkt war die Orgel: Von Bach bis ABBA wurde spürbar, dass dieses Instrument nicht nur klassisch, sondern auch überraschend modern klingen kann.
Als Co-Präsidentin der TCS Sektion Bern durfte ich gemeinsam mit meinem Co-Präsidenten Lars Guggisberg durch den Abend führen. Ein besonderer Moment war die Übergabe des Wanderpokals an die Sektion St. Gallen-Appenzell Innerrhoden, welche die Delegiertenversammlung 2027 ausrichten wird. Ein herzlicher Dank gilt unserem Geschäftsführer Marc Bros de Puechredon und dem gesamten Team der TCS Sektion Bern für die hervorragende Organisation sowie dem Team des Zentralclubs für die ausgezeichnete Zusammenarbeit. Mit viel Engagement, Präzision und Herzlichkeit haben alle Beteiligten zum Erfolg beigetragen. Es war uns eine grosse Freude und Ehre, Gastgeberin zu sein.
Sibylle Plüss-Zürcher
Co-Präsidentin TCS Sektion Bern
Fotos im Bundeshaus: Chris Iseli / Fotos im Casino: Adrian Moser
Stadtrundgang mit Glacé
Während die Delegierten im Bundeshaus ihre Versammlung abhielten, erkundeten ihre Partnerinnen und Partner auf fünf Stadtführungen die Berner Altstadt und den Rosengarten. Viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren sich einig: Sie wollen noch einmal kommen und mehr Zeit in Bern geniessen, wenn es weniger heiss ist.
