





Die Autoversicherung begleitet uns im besten Fall unbemerkt. Sie ist einfach da, und erst im Schadenfall zeigt sich, was sie taugt. Genau deshalb geht leicht vergessen, den eigenen Versicherungsschutz regelmässig zu prüfen. Dabei verändern sich Auto, Fahrverhalten und Lebenssituation über die Jahre oft deutlich. Michel Ferrari, Leiter Mitgliederservices bei der TCS Sektion Bern, erklärt im Gespräch, warum der Spätsommer der ideale Zeitpunkt für einen Versicherungscheck ist und weshalb die günstigste Prämie nicht immer die beste Wahl ist.
Herr Ferrari, Hand aufs Herz: Wie viele Menschen wissen, was in ihrer Autoversicherungspolice steht?
Michel Ferrari: Ehrlich gesagt, die wenigsten. Und das kann ich gut verstehen. Eine Autoversicherung ist kein Produkt, mit dem man sich gerne beschäftigt. Sie läuft im Hintergrund, die Prämie wird bezahlt, und solange nichts passiert, denkt niemand daran. Genau darin liegt aber das Risiko: Man merkt erst im Schadenfall, ob die Deckung wirklich passt.
Warum lohnt sich der Blick auf die Police gerade jetzt?
Viele Autoversicherungen können mit einer Frist von drei Monaten auf Ende Jahr gekündigt werden. Wer wechseln oder die Deckung anpassen möchte, sollte deshalb nicht bis Dezember warten. Bis Ende September bleibt genug Zeit, um in Ruhe zu vergleichen, eine Offerte einzuholen und dann ohne Druck zu entscheiden. Das ist mir wichtig: Ein Versicherungsentscheid soll nie unter Zeitdruck fallen.
Was erleben Sie in der Beratung am häufigsten?
Kundinnen und Kunden bringen eine Police mit, die seit acht oder zehn Jahren unverändert läuft. In dieser Zeit hat sich aber vieles verändert. Das Auto ist älter geworden, man fährt weniger Kilometer, weil der Arbeitsweg kürzer wurde, oder deutlich mehr, weil sich der Alltag verändert hat. Vielleicht sitzt neu die Tochter mit dem Lernfahrausweis am Steuer. Jede dieser Veränderungen kann Einfluss auf die passende Deckung und die Prämie haben. Meine Standardfrage in der Beratung lautet deshalb: Was hat sich seit dem Abschluss verändert? Die Antwort überrascht die meisten selber.
Viele jagen bei der Autoversicherung vor allem der tiefsten Prämie nach. Zu Recht?
Der Preis ist wichtig, keine Frage. Aber mit der tiefsten Prämie allein ist man noch nicht gut versichert. Entscheidend ist der Schutz dahinter. Mir ist wichtig, dass niemand einfach «mehr Versicherung» kauft, sondern die richtige. Und wenn etwas passiert, zählt vor allem eines: schnelle, unkomplizierte Unterstützung, vom Abschleppen bis zur Reparatur.
Nun hat aber nicht jeder Mensch dasselbe Sicherheitsbedürfnis. Wie gehen Sie damit um?
Das ist ein zentraler Punkt. Es gibt bei der Versicherung kein Richtig oder Falsch für alle. Jeder Mensch hat ein anderes Verhältnis zum Risiko. Die einen schlafen nur ruhig, wenn wirklich alles abgedeckt ist, und nehmen dafür bewusst eine höhere Prämie in Kauf. Andere sagen: Einen kleineren Schaden trage ich selber, dafür will ich eine möglichst schlanke Lösung. Beides ist völlig legitim. Deshalb gibt es bei uns auch keine Lösung ab Stange. Eine massgeschneiderte Versicherung heisst am Ende: Sie passt zum Fahrzeug, zum Alltag und zum persönlichen Sicherheitsbedürfnis.
Können Sie die wichtigsten Deckungen kurz erklären?
Gerne. Die Haftpflichtversicherung ist obligatorisch. Sie deckt Personen- und Sachschäden, die man mit dem eigenen Fahrzeug anderen zufügt. Die Teilkasko deckt Schäden am eigenen Fahrzeug, zum Beispiel durch Diebstahl, Feuer, Hagel, Glasbruch, Marderbiss oder eine Kollision mit Tieren. Die Vollkasko ergänzt diesen Schutz um Kollisionsschäden am eigenen Auto, auch wenn man den Schaden selber verursacht hat. Dazu kommen je nach Bedürfnis Zusatzdeckungen wie Parkschaden, Bonusschutz oder der Schutz für mitgeführte persönliche Sachen.
Wann ist eine Vollkasko sinnvoll, und wann nicht mehr?
Das hängt stark vom Alter und Wert des Fahrzeugs ab. Bei neuen oder wertvollen Autos ist die Vollkasko meist sinnvoll, weil auch selbst verursachte Schäden am eigenen Fahrzeug gedeckt sind. Bei älteren Fahrzeugen stellt sich irgendwann die Frage, ob die Prämie noch im Verhältnis zum Fahrzeugwert steht. Dann kann die Teilkasko die passendere Lösung sein. Eine allgemeingültige Faustregel gibt es nicht. Genau dafür ist die Beratung da: Wir rechnen das gemeinsam durch.
Was spricht konkret für die TCS Autoversicherung?
Sie verbindet Versicherungsschutz mit Mobilitätskompetenz. Der TCS kennt Fahrzeuge, Fahrtrainings und die Bedürfnisse seiner Mitglieder wie kaum ein anderer. Das bestätigen auch unabhängige Vergleiche: Im aktuellen Ranking von moneyland.ch belegt die TCS Autoversicherung bei der Kundenzufriedenheit den 1. Platz, mit der Bestnote «sehr gut». Und wichtig zu wissen: Der TCS versichert nicht nur Autos. Ob Motorrad oder Roller, Elektroauto, Camper und Wohnwagen oder Oldtimer, für praktisch jedes Fahrzeug gibt es die passende Lösung. Gerade wer mehrere Fahrzeuge hat, schätzt es, alles aus einer Hand versichern zu lassen.
Ihr persönlicher Tipp zum Schluss?
Nehmen Sie Ihre aktuelle Police hervor und lassen Sie sie prüfen. Das kostet nichts und dauert nicht lange. Manchmal zeigt sich: Die heutige Versicherung passt gut. Auch das ist ein schönes Ergebnis, weil man danach Gewissheit hat. Manchmal findet man aber Sparpotenzial oder eine Deckung, die besser zur aktuellen Situation und zum eigenen Sicherheitsbedürfnis passt. Wichtig ist nur eines: nicht erst hinschauen, wenn der Schaden schon passiert ist.
Gut zu wissen: Was die TCS Fahrzeug-Versicherungen bieten
Die TCS Fahrzeug-Versicherungen decken weit mehr ab als nur den Personenwagen. Versichern lassen sich Personen- und Lieferwagen, Motorräder, Scooter und Roller, Elektroautos mit attraktivem E-Tarif, Wohnmobile und Camper bis 7.5 t sowie Wohnwagen und Oldtimer. Den Versicherungsschutz stellen Sie nach Bedarf zusammen: von der obligatorischen Haftpflicht über die Teilkasko bis zur Vollkasko. Ergänzend stehen Zusatzdeckungen zur Auswahl, etwa Bonusschutz, Parkschaden, Insassenunfall oder Neuwertentschädigung.
Besonders attraktiv: Lenkerinnen und Lenker unter 25 Jahren erhalten einen Gutschein von CHF 200.– für ein Fahrsicherheitstraining, beispielsweise für die 2-Phasenausbildung. Wer ein freiwilliges TCS Fahrsicherheitstraining absolviert hat und die tiefste Prämienstufe noch nicht erreicht hat, profitiert von einer Prämienreduktion von bis zu 20 %. Und wer sein Fahrzeug nach einem Fahrzeugtest in einem Technischen Zentrum des TCS versichert, erhält die Testkosten bis CHF 500.– zurückerstattet. Für Elektrofahrzeuge und umweltfreundliche Autos gelten zudem attraktive Klima-Tarife.
Passt Ihre
aktuelle Autoversicherung noch zu Ihrem Fahrzeug und Ihrem Alltag? Nutzen Sie
die Zeit bis Ende September für einen Versicherungscheck.
Ihre Vorteile:
Besuchen Sie eine unserer Kontaktstellen in Bern, Ittigen oder
Thun-Allmendingen oder rufen Sie uns an unter 031 356 34 56. Wir beraten Sie
gerne.
