Ein Alltagsauto muss natürlich mehr können, als lustvoll zu kurven oder sich geschickt durch städtische Hindernisparcours zu kämpfen. Die Qualität des Fahrgastraums und die Bedienung sind den meisten ebenso wichtig. Zur Qualität der Möblierung gingen die Meinungen im Testteam auseinander. «Früher gab die Ausstattung R-Line mehr her», fanden die einen, «alles sehr okay, wenngleich eher etwas trist», sagten andere. Ja, Hartplastik findet sich im unteren Bereich des Innenraums. Plastikleisten im Alulook oder matte Flächen in der Mittelkonsole mögen nicht sexy wirken, sind aber anderen Lösungen, beispielsweise Klarlack, in der Nutzung überlegen. Und die Textilbespannung des Armaturenbretts wirkt eher grob, schluckt aber Licht und Spiegelungen in der Windschutzscheibe perfekt.
Auch die Bedienbarkeit kennt subjektive Elemente, doch gibt es diesbezüglich beim Kompakt-Crossover wenig Raum für Kontroversen. Der T-Roc ist natürlich digital und vernetzt. Und dies in einer Art, die nicht überfordert, weil logisch und oft auch redundant aufgebaut, was heisst, dass unterschiedliche Bedienwege zum Ziel führen. Die Kacheln im grossen Infotainment-Bildschirm sind augenschonend gross, nur die sehr praktischen Direktzugriffs-Icons (Shortcuts) sind kleiner als wünschbar, zumal jene in der unteren Leiste schwerer zu treffen sind, weil sich die Tatschhand nicht abstützen kann. Keine Klagen gibt es über die sinnvoll konfigurierbaren Anzeigen und das optionale Head-up-Display.
Lautstärke und Fahrmodi lassen sich haptisch einstellen, mit dem hübsch illuminierten «Fahrerlebnisschalter» in der Mittelkonsole. Sehr gut bedienbar sind auch die voneinander leicht abgesetzten Lenkradtasten, um Welten besser als die vorübergehend modischen Touchflächen. Sogar eine haptische Innovation findet sich im
T-Roc mit der neuartigen Anordnung der Türöffner in den Armlehnen. So macht die Summe klug gewählter Details das Leben mit dem Crossover äusserst angenehm.
Text: Daniel Riesen