10 Irrtümer zu Occasion-Autos

Der TCS hat die 10 grössten Klischees beim Kauf eines Occasion-Wagens durchleuchtet und hilft mit praktischen Tipps.


In der Schweiz wechseln jedes Jahr rund 750‘000 Occasionsfahrzeuge den Besitzer, viele davon im Frühling und im Sommer. Der TCS hat die 10 grössten Occasions-Irrtümer durchleuchtet.

1. Gut ist, was schön aussieht

Das stimmt natürlich nicht immer. Obwohl die Optik des Fahrzeugs Hinweise auf den Zustand geben kann, ist bei auffällig neuen Teilen auch Vorsicht geboten. Eine Probefahrt ist unerlässlich, im Zweifelsfall empfiehlt sich ein Occasionstest in einem der technischen Zentren des TCS.

2. Bei Occasionen lohnt sich ein Leasing

Zusätzlich zu den Leasingraten erwachsen Kosten auch durch Treibstoff, Versicherung, Steuern, Reifen, Unterhalt und Reparaturen. Deshalb lieber ein günstigeres Modell wählen: Vielleicht kleiner und älter, dafür aber abbezahlt. 

3. Der frühere Neupreis bestimmt den Verkaufspreis

Aufgrund von Wettbewerb und Frankenstärke profitieren Konsumenten schon seit ein paar Jahren von Aktionen, Vergünstigungen und Boni. Wichtig ist daher nicht der ursprüngliche Listenpreis, sondern wie viel das Auto heute wert ist. Vorführwagen oder Occasionen mit Werksgarantie und Gratisservice sollten deshalb stets auch mit den aktuellen Neupreisen verglichen werden.

4. So eine Gelegenheit kommt nicht wieder

Der Occasionsmarkt ist gross und es kommen täglich viele neue Gebrauchtfahrzeuge hinzu. Deshalb ist es empfehlenswert, sich genügend Zeit zu lassen und umfassend zu vergleichen.

5. Privatpersonen müssen nicht erwähnen, dass das Auto einen Unfall hatte

Die Pflicht zur Offenbarung von Unfallschäden gilt auch für Privatpersonen. Bagatellschäden fallen allerdings noch nicht unter diese Pflicht. Im Zweifelsfall empfiehlt es sich, Fahrzeugexperten des TCS oder Garagisten zu konsultieren. Wer ein Fahrzeug verkauft oder kauft sollte Klarheit schaffen und im Vertrag festhalten, ob es unfallfrei ist oder nicht.

6. Mit Occasionen hat man nur Probleme

Bei Occasionen ist das Risiko von Reparaturen grösser, dafür ist der zeitliche Wertverlust kleiner. Obwohl viele Occasionen in einwandfreiem Zustand sind und keine grösseren Probleme als Neufahrzeuge verursachen, empfiehlt sich dennoch eine Minimalgarantie auf Teile und Arbeit.

7. Kaufverträge müssen schriftlich festgehalten werden

Verträge müssen nur schriftlich sein, wenn das Gesetz es vorschreibt. Dies ist beim Kaufvertrag nicht der Fall, eine Quittung reicht also aus. Dennoch rät der TCS zu einem schriftlichen Kaufvertrag und bietet eine entsprechende Mustervorlage: Kaufvertrag.

8. Auf alle Occasionen gibt es eine Garantie

Garantien können auch ausgeschlossen werden. Der TCS empfiehlt bei älteren Fahrzeugen eine Mindestgarantie auf Teile und Arbeit. Gegen etwas Aufpreis kann meist auch eine Occasionsgarantie erworben werden.

9. «Ab MFK» ist ein Qualitätsnachweis

«Ab MFK» bestätigt lediglich, dass das Fahrzeug den geltenden Sicherheitsanforderungen genügt und während den nächsten 2-3 Jahren nicht mehr vorgeführt werden muss. Im Zweifelsfall empfiehlt sich ein Occasionstest in einem der technischen Zentren des TCS.

10. Occasionen von Privaten sind günstiger

Eine präzise Occasionsbewertung wird gemäss Eurotax-Tarif vorgenommen. Wie beim Geldwechsel gibt es auch hier für die Garagen einen Tarif für den Ankauf/Eintausch und einen Tarif für den Verkauf mit Mindestgarantie auf Teile und Arbeit. Beim direkten Handel zwischen Privatpersonen orientiert sich der Preis idealerweise am Mittelwert.

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