





Diese vergessene Autobahn könnte Zürich Nord entlasten.
Der Bundesrat hat die Vernehmlassung zum Verkehrskonzept «Verkehr45» für Strasse und Schiene eröffnet. Darin fehlt die Glattalautobahn, die der Nordumfahrung Zürich mehr Kapazität gebracht hätte. Eine weitere Autobahnverbindung könnte den Raum Zürich Nord entlasten: die Äussere Nordumfahrung zwischen Winterthur und Wettingen.
Die Idee einer grossräumigen Nordumfahrung beschäftigt die Zürcher Verkehrspolitik seit Langem. Obwohl die Äussere Nordumfahrung seit 2007 im kantonalen Richtplan eingetragen ist, gilt ihre Realisierung derzeit als wenig wahrscheinlich. In der Bundesplanung «Verkehr45» fehlt das Projekt, ebenso im ETH-Gutachten von Professor Ulrich Weidmann.
Bereits bei der Richtplanrevision 2014 wurde über eine Streichung diskutiert, das Projekt blieb jedoch bestehen. Bürgerliche Politiker und Wirtschaftsverbände argumentierten, die Verbindung könne den Transitverkehr von der überlasteten Nordumfahrung Zürich fernhalten und diese deutlich entlasten.
Der Regierungsrat zeigte sich skeptisch. Er rechnete mit einer Entlastung von lediglich 13 bis 15 Prozent und sprach von einem ungünstigen Kosten-Nutzen-Verhältnis. Auch der Bund lehnte die Planung 2008 ab. Wirtschaftsverbände verwiesen dagegen auf Studien mit einer Entlastung von bis zu 30 Prozent.
Mit weiter zunehmendem Verkehr werden die Staustunden rund um das Brüttiseller Kreuz zunehmen. Deshalb muss über zusätzliche Entlastungsmassnahmen nachgedacht werden. Dazu gehört auch eine erneute Prüfung der Äusseren Nordumfahrung.
