





Generationenwechsel in der Oldtimerszene
Es gibt einen Generationenwechsel in der Oldtimerszene. Ältere Sammler und Besitzer alter Autos reduzieren ihren Bestand oder verkaufen gar den einzigen Klassiker, sofern sie bei den Nachkommen keinen Interessenten finden. Gleichzeitig aber strömen neue Interessenten und Liebhaber in die Szene, haben aber oftmals andere Präferenzen und Wünsche.
Gehörten über Jahre die britischen Klassiker der Fünfzigerjahre zu den beliebtesten Oldtimern überhaupt, strebt die nächste Generation eher nach Autos der Siebziger- oder Achtzigerjahre. Dies ist logisch, denn die meisten Oldtimerkäufer präferieren alte Wagen, die sie entweder aus ihrer Kindheit kennen, im jugendlichen Alter bewundert haben oder vielleicht in Filmen (oder Computerspielen) gesehen haben. Eine Vorkriegslimousine oder selbst ein braves Fünfzigerjahre-Coupé passet meist nicht in dieses Beuteschema, eher ein italienisches Heissblut aus den Achtzigerjahren oder ein deutscher Edelsportwagen der frühen Neunziger. Kommt dazu, dass die Komfort- und Zuverlässigkeitsansprüche stetig gestiegen sind, die Fähigkeiten, selber in die Technik einzugreifen, aber gelitten haben.
Es ist also kein Zufall, dass Youngtimer und Spassfahrzeuge im Trend sind. Und teilweise auch deutlich im Preis zulegen, während Autos mit mehr als 60 Jahren auf dem Buckel wertmässig eher abgeben, selbst wenn viel Geld in Restaurierung und Unterhalt geflossen sind.
Dies bedeutet keineswegs, dass sie unverkäuflich sind, aber der Preis muss dann halt für den Interessenten stimmen, was oftmals zu grösseren Abschreibern für den Verkäufer führt.
Wer neu ins Hobby einsteigt oder seine Sammlung erweitern möchte, der profitiert natürlich von den Veränderungen im Markt, insbesondere wenn er sich eben genau in jenen Kategorien umschaut, die heute weniger gefragt sind als früher. Welche das sind, kann man auf den gängigen Oldtimer-Portalen und in Magazinen nachlesen.
Was vermutlich mehrheitlich vorbei sein dürfte, ist die Idee, mit Oldtimerkäufen Geld verdienen zu können. Preissteigerungen kommen zwar vor, sind aber oftmals individuellen Situationen geschuldet. Ein Oldtimerkauf sollte nach wie vor Herzenssache sein. Dass es nun vielleicht etwas günstiger geworden ist, macht den Entscheid aber natürlich einfacher. Und man sollte darob etwas Vernunft und eine gute Beratung nicht vernachlässigen.
Text: Bruno von Rotz, zwischengas.com
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Fahrzeugtests beim TCS Zürich