





Medienmitteilung: Die TCS Sektion Bern fordert Verlässlichkeit auch für die Strasse.
In seinen Plänen für den Verkehr ‘45 fokussiert sich der Bundesrat auf den Schienenverkehr. Die Weiterentwicklung der Nationalstrassen kommt dabei zu kurz. Auch beim Agglomerationsverkehr plant er an Bern vorbei. Die TCS Sektion Bern bedauert dies und fordert einen verbindlichen Fahrplan bis 2055.
Der Bundesrat hat die Eckwerte für den Verkehr ’45 vorgestellt. Lars Guggisberg, Co-Präsident der TCS Sektion Bern, begrüsst die schweizweit gemeinsame Planung von Schiene, Strasse und Agglomerationsverkehr. Doch während der Ausbau des Schienenverkehrs mit grossen Vorhaben und Angebotsausweitungen vorangetrieben wird, bleiben zentrale Engpässe auf der Strasse – besonders im Grossraum Bern – weiterhin ungenügend adressiert: «Die Bevölkerung und Wirtschaft in der Region Bern hätte konkrete, zeitnahe Lösungen erwartet.»
Sibylle Plüss-Zürcher, Co-Präsidentin der TCS Sektion Bern, meint: «Der Entscheid, den Autobahntunnel zwischen Muri und Bern-Schosshalde nicht weiterzuverfolgen, schafft zwar Klarheit – aber ich bedaure sehr, dass der Bypass Ost zurückgestellt worden ist. Für viele Menschen in der Region fühlt sich das wie ein weiteres Verschieben eines seit Jahren bekannten Problems an. Klar ist: Die Verkehrsprobleme verschwinden nicht, nur weil man ein Projekt stoppt. Deshalb ist es richtig, den Fokus nun auf den gezielten Ausbau im Grauholz und am Felsenauviadukt zu legen. Diese Achsen sind zentral für die Erreichbarkeit der Region Bern – für Pendlerinnen und Pendler, für Familien, für das Gewerbe.»
Die TCS Sektion Bern erwartet jetzt politischen Mut und Verlässlichkeit: keine Salamitaktik, kein Weiterreichen der Verantwortung, sondern ein verbindlicher Fahrplan bis 2055 – damit Sicherheit, Flüssigkeit und Lebensqualität in der Region spürbar besser werden. Die gemeinsame Planung von Schiene, Strasse und Agglomerationsverkehr ist zu begrüssen. Aber es braucht Balance und eine verlässliche Priorisierung: Wer die Lebensqualität in den Agglomerationen verbessern will, muss die Engpässe dort lösen, wo sie heute täglich bestehen: auf den Nationalstrassenachsen rund um Bern und im ganzen Kanton.
