Mitglieds-Karte
TCS Mastercard
Rechnung

Sie befinden sich derzeit im Bereich der
Sektion wählen
Aargau
Appenzell Ausserrhoden
beider Basel
Bern
Biel/Bienne-Seeland
Freiburg
Genf
Glarus
Graubünden
Jura – Berner Jura
Luzern NW/OW
Neuenburg
Schaffhausen
Schwyz
Solothurn
St. Gallen – AI
Tessin
Thurgau
Uri
Waadt
Wallis
Zug
Zürich
 

Anschluss Wankdorf: Quo vadis Mobilität?

Der Gemeinderat der Stadt Bern hält an seinem Widerstand gegen den Um- und Ausbau des Anschlusses Wankdorf fest. Zwar bestätigt die Machbarkeitsstudie zur Überdachung der Autobahn, dass alle vier geprüften Varianten technisch umsetzbar sind. Trotzdem lehnt der Gemeinderat auch jene Varianten ab, die grundsätzlich bewilligungsfähig erscheinen. Für die TCS Sektion Bern ist klar: Wer blockiert, ohne eine tragfähige Alternative vorzulegen, löst kein einziges Verkehrsproblem.

03. April 2026

Der Anschluss Bern-Wankdorf ist ein zentraler Verkehrsknoten für die Berner Nordquartiere, die umliegenden Gemeinden und die Anbindung an das Emmental Richtung Worb. Bereits heute ist der Anschluss überlastet. Gleichzeitig sind in den vergangenen Jahren in der Region zahlreiche neue Wohn- und Arbeitsgebiete entstanden, etwa im Bernapark Deisswil. Umso unverständlicher ist es, dass der Gemeinderat den dringend nötigen Ausbau weiter bremst, ohne aufzuzeigen, wie sich die Situation sonst verbessern soll.

Dabei bringt das bewilligte Projekt konkrete Vorteile: Es verbessert den Verkehrsfluss, erhöht Sicherheit und schafft neue, separate Wege für den Langsamverkehr. Fussgängerinnen, Fussgänger und Velofahrende könnten die Verkehrsachsen künftig einfacher und sicherer queren. Obwohl das Projekt vom Eidgenössischen Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation UVEK bewilligt wurde und auch Stadtpräsidentin Marieke Kruit zustimmte, hat der Gemeinderat Beschwerde erhoben.

In der Folge erarbeiteten das Bundesamt für Strassen ASTRA und die Stadt Bern eine Machbarkeitsstudie für eine Überdachung der Autobahn, wie sie in mehreren Einsprachen gefordert worden war. Das Resultat ist eindeutig: Alle vier Varianten sind technisch machbar. Gegen die beiden 125-Meter-Varianten sprechen jedoch Eingriffe in die Baumallee an der Bolligenstrasse und in eine geschützte Zauneidechsenpopulation. Die beiden 35-Meter-Varianten gelten dagegen grundsätzlich als bewilligungsfähig. Dennoch lehnt der Gemeinderat auch diese ab und blockiert dadurch den Anschluss Wankdorf weiterhin.

Für Marc Bros de Puechredon, Geschäftsführer der TCS Sektion Bern, ist klar: «Der Verkehr verschwindet nicht, nur weil man Projekte verzögert. Ohne Ausbau bleibt der Stau – mit negativen Folgen für Sicherheit, Umwelt und Lebensqualität in den betroffenen Quartieren.»

Sibylle Plüss-Zürcher, Co-Präsidentin der TCS Sektion Bern, sagt: «Wer ein bewilligtes Infrastrukturprojekt blockiert, ohne eine realistische Alternative vorzulegen, verschärft die bestehenden Verkehrsprobleme bewusst. Der Anschluss Wankdorf ist für die Entwicklung der ganzen Region von zentraler Bedeutung.»

Externer Link: Schlussbericht der Machbarkeitsstudie einer Überdachung der Autobahn (PDF)

Bewilligungsfähige Variante 3: eine 35 Meter breite Autobahn-Überdachung verbindet die Allmenden. Dem Gemeinderat der Stadt Bern ist das nicht gut genug.
Bewilligungsfähige Variante 3: eine 35 Meter breite Autobahn-Überdachung verbindet die Allmenden. Dem Gemeinderat der Stadt Bern ist das nicht gut genug.
Share Funktionen:
durckenE-MailFacebookTwitter
 
Bitte haben Sie einen Moment Geduld
Ihre Bestellung wird bearbeitet.