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Systemvergleich: Integralhelm vs. Jethelm vs. Klapphelm

 
 

In diesem Test wurden 3 Integralhelme, 3 Klapphelme und 3 Jethelme, welche auf dem Schweizer Markt erhältlich sind, verglichen. Mit dem Vergleich des Integral-, Klapp- und Jethelms tauchen wir in eine detaillierte Analyse drei der beliebtesten Motorradhelmtypen ein.

  • Der Integralhelm, der für seine volle Gesichts- und Kopfabdeckung bekannt ist, bietet hervorragenden Schutz und optimierte aerodynamische Eigenschaften.
  • Der Jethelm hingegen verspricht mit seinem offenen Design und seinem geringen Gewicht Komfort und Freiheit, was ihn ideal für kurze Fahrten in der Stadt macht.
  • Der Klapphelm soll das Beste aus beiden Welten bieten.

Ziel des Systemvergleich ist es, diese drei Systeme in den Aspekten wie Komfort (statisch/dynamisch), Bedienung, Ausstattung/Verarbeitung und Brillentauglichkeit zu vergleichen, um Motorradfahrern bei der Wahl des für ihre individuellen Bedürfnisse am besten geeigneten Helms zu helfen.

Alle Helme entsprechen den Richtlinien der Homologation: ECE/ONU 22-06. Da die Helme mit Erreichen der genannten Homologation die Sicherheitstests erfüllt haben, wurde auf Crashtests verzichtet.

Folgende Produkte wurden für den Systemvergleich verwendet

Hersteller

Modell

Typ

Link

AGV

K5 Jet Evo

Jethelm

AGV Website

Caberg

Levo X

Klapphelm

Louis Moto

HJC

F100 Carbon

Klapphelm

Louis Moto

iXS

422 FG 2.2

Integralhelm

iXS Website

LS2

FF811 Vector

Integralhelm

Polo Motorrad

Nolan

X-1005 Ultra

Klapphelm

Louis Moto

Schuberth

J2

Jethelm

Polo Motorrad

Shark

Spartan RS

Integralhelm

Louis Moto

Shoei

J-Cruise 3

Jethelm

Louis Moto

Testresultate

Tragekomfort und Handhabung

Auf- und Absetzen mit/ohne Handschuhe
Über sämtliche Helme hat sich gezeigt, dass Jet- und Klapphelme deutlich einfacher auf- und abzusetzen sind als Integralhelme. Unterschiede zwischen den Helmen sind vor allem bei den Verschlüssen zu beobachten. Hierbei spielt der Typ des Helmes keine Rolle. Mit Ausnahme eines Helmes (Shark Spartan RS), welcher über einen Doppel-D-Verschluss verfügt, sind die restlichen mit einem Mikroratschen-Verschluss ausgestattet. Der Doppel-D-Verschluss braucht sowohl mit als auch ohne Handschuhe ein wenig Übung, um den Mechanismus zu bedienen. Die Mikroratschen-Verschlüsse sind hierbei deutlich einfacher zu bedienen, wobei die Helme von Shoei und Caberg eine kleine Schlaufe am Verschluss vermissen lassen, wodurch sie ein wenig unhandlicher sind als die restlichen Helme.

Einstellung des Verschlusssystems
Die Art des Verschlusssystems ist bei sämtlichen Helmen, mit Ausnahme des Spartan RS von Shark, gleich, und nicht abhängig vom Helmtypen. Die Umsetzung und Bedienbarkeit jedoch sind sehr unterschiedlich. Während sich der Doppel-D-Verschluss sehr einfach einstellen lässt, so ist dies beim Mikroratschen-Verschluss nicht immer der Fall. Hierbei wird die Verstellung des Bandes durch eine Bandklemmung gelöst. Diese ist jedoch bei manchen der Helme aufgrund der Dicke des Bandes und der Grösse der Löcher in der Öse eher schwierig zu handhaben. Hierbei ist das Model von Shoei, der J-Cruise 3 am einfachsten einzustellen, wobei beim J2 von Schuberth die Öse nicht ganz so gut zugänglich ist, da sie in das Polster integriert ist. Grundsätzlich erfüllen jedoch alle Systeme ihren Zweck und lassen sich mit ein wenig Übung gekonnt verstellen.

Subjektive Passform (Tragen des geschlossenen Helms während 30 Minuten, ohne Fahrtest)
Die Bewertung der subjektiven Passform der Helme ist der schwierigste Punkt des ganzen Tests. Hierbei ist es sehr wichtig zu erwähnen, dass die Passform sehr abhängig von der Kopfform des Nutzers ist, wodurch für jede Person ein anderer Helm am besten passt. Die passende Grösse ist ebenfalls ein sehr wichtiger Faktor, und je nach Modell kann die am besten passende Grösse auch variieren.

Da ein korrekter Sitz des Helmes sehr wichtig für die maximale Sicherheit ist, ist ein gewisser Druck nicht zu vermeiden. Leichter Druck auf Kiefer oder Backen ist deshalb nicht als ein negativer Punkt bezüglich Komforts zu bewerten. Auffällig waren jedoch, dass die Modelle von Caberg und HJC an Kiefer oder Hals einen stärkeren Druck ausübten als die restlichen Modelle. Zusätzlich kommt es beim Modell von iXS zu einem Druckpunkt an Hinterkopf und Stirn, was an der Stirn ebenfalls zu einer Wärmeentwicklung führte. Unangenehm waren ebenfalls die Verschlusssysteme bei den Helmen von AGV und Nolan, welche auch wenn korrekt eingestellt gegen den Hals drücken. Dies ist eine sehr empfindliche Stelle, wodurch sie besonders störend empfunden wird.

Komfort, Reinigung und Haptik des Innenfutters
Sämtliche Helme verfügen über sehr angenehme Innenfutter, welche – losgelöst von der Passform – sich sehr angenehm anfühlen. Sämtliche Innenfutter können entfernt und gewaschen werden, wobei die Angaben nicht immer so genau sind. Die Modelle von Schuberth, Caberg und Shark dürfen jeweils mit bis zu 30° und verdünntem Waschmittel gewaschen werden. iXS und LS2 empfehlen die Reinigung mit einem warmen und nassen Tuch und ein wenig Waschmittel. HJC, AGV und Nolan können ebenfalls gewaschen werden, jedoch fehlt die genaue Temperaturangabe. Beim Model von Shoei konnten keine Angaben gefunden werden.

Einfachheit der Demontage des Innenfutters
Die Innenfutter sämtlicher Helme sind mit einem Clip-System befestigt, was deren Entnahme und Montage sehr einfach gestaltet. Bei den Modellen von Schuberth und Caberg kommen noch Klettelemente hinzu, was die Bedienung jedoch nicht beeinflusst. Einzig der Helm von LS2 hat ein System, bei welchem Clips richtig positioniert und anschliessend hineingeschoben werden müssen (Slide-In-System). Dieses System ermöglicht eine Notfall-Entfernung des Polsters, macht die Handhabung bei der Montage jedoch ein wenig anspruchsvoller. Grundsätzlich lassen sich aber alle Innenpolster gut aus- und einbauen.

Qualität und Bedienbarkeit des Visiers
Sämtliche Helme verfügen über ein Visier und auch eine integrierte Sonnenblende. Die Bedienung und Qualität der Visiere sind mit wenigen Ausnahmen sehr gut. Beim Helm von Schuberth (Jethelm mit montierbarem Kinnteil) besteht zwischen dem heruntergeklappten Visier und dem Kinnteil eine ganz schmale Lücke. Das Visier des Helmes von Shoei muss gezielt an 2 Punkten betätigt werden, wodurch entweder 2 Hände benötigt werden oder mit einer Hand die Bedienung ein wenig umständlicher ist. Die Verriegelung der Visiere bei den Helmen von Caberg und LS2 benötigen ein wenig mehr Kraft, funktioniert aber gut. Das Visier beim Modell von HJC sollte ebenfalls mit 2 Händen bedient werden, da es ansonsten verkanten kann. Weiter ist zu erwähnen, dass der Klapphelm von HJC der einzige Klapphelm ist, bei welchem bei hochgeklapptem Kinnteil das Visier trotzdem verwendet werden kann.

Die integrierten Sonnenblenden lassen sich alle gut bedienen. Der Mechanismus für das Sonnenvisier des Helmes von HJC hat jedoch etwas Spiel, wodurch es zu einem leichten Zurückfedern kommen kann. Beim Helm von Nolan gibt es einen Knopf, welcher das Sonnenvisier automatisch nach oben klappen lässt, was ein sehr nützliches Feature ist. Einzig ein wenig negativ aufgefallen ist das Sonnenvisier beim Helm von LS2. Dieses ist von der Form her so, dass es das Sichtfeld ein wenig irritiert.

Dynamischer Komfort

Helmstabilität während der Fahrt
Die Stabilität des Helmes während der Fahrt ist eine sehr wichtige Eigenschaft. Sämtliche getesteten Helme konnten hierbei überzeugen. Jethelme überzeugten hier genauso wie Integral- und Klapphelme in geschlossenem Zustand.

Kopffreiheit beim Schulterblick
Keiner der getesteten Helme schränkt die Bewegung während des Schulterblickes ein. Hier gibt es also keine Unterschiede. Einzig aufgefallen ist, dass beim Klapphelm von HJC das Kinnteil so weit nach hinten geklappt wird, dass er hinten am Kopf einrastet, und nicht wie bei den beiden anderen Klapphelmen, oben am Kopf. Dadurch kann es beim Fahren mit Sozius eher zum Platzkonflikt kommen, wenn dieser aufgrund des Aufbaus des Motorrades sehr eng hinter dem Fahrer sitzt.

Lärmwahrnehmung (subjektiv)
Bei der Wahrnehmung des Lärms konnte von beiden Experten festgestellt werden, dass die Integral- und geschlossenen Klapphelme am leisesten waren. Die Jethelme sind nur geringfügig lauter. Bei einem aufgeklappten Klapphelm ist der Lärm definitiv am lautesten.

Sichtfeld
Das binokulare Gesichtsfeld wird von keinem der Helme wirklich beeinflusst. Die Jethelme haben hier jedoch klar einen Vorteil, da durch die freien Bereiche ums Kinn herum ein viel offeneres Gefühl entsteht. Die Integralhelme wirken entsprechend deutlich beengender. Die Klapphelme bieten je nach Zustand die Stärken des jeweiligen Typs. Bei den Klapphelmen ist jedoch noch zu erwähnen, dass ausser bei dem Modell von HJC, wo sich der Kinnteil bis hinter den Kopf klappen lässt, dieser jeweils im oberen Sichtfeld der Augen erkennbar ist. Wie bereits erwähnt, führt die Sonnenblende beim Helm von LS2, aufgrund ihrer Form, zu einem Einfluss auf das Sichtfeld.

Belüftung des Visiers
Am besten belüftet ist der Helm von AGV. Die restlichen Helme sind alle immer noch sehr gut belüftet, wodurch sie dem AGV nur ein wenig nachstehen. Auffällig war hierbei die Belüftung beim Helm von LS2. Es konnte gut festgestellt werden, dass es sich um einen durch Motorsport inspirierten Helm handelt, da die Lüftungsöffnungen am besten in einer Position funktionierten, wie sie auf einem Sportmotorrad eingenommen wird. Die Belüftung war jedoch immer noch funktionstüchtig.

Ausstattung

Kompatibilität/Ausstattung Kommunikationssysteme
Seit der Einführung der Norm ECE 22-06, muss ein Kommunikationssystem zwingend mit dem Helm zusammen geprüft werden. Beim Anbringen eines nicht mitgeprüften Kommunikationssystems verfällt ansonsten die Gültigkeit der Norm des Helmes.

Die Helme von HJC, iXS und LS2 bieten hier keinerlei Vorbereitung. Beim Helm von AGV wird angegeben, dass dieser vorbereitet für jedes herkömmlich Kommunikationssystem ist, wobei die Aussparungen im inneren des Helmes vorhanden sind. Da es aber keine Liste gibt mit kompatiblen (und somit auch mitgeprüften Kommunikationssystemen), ist davon auszugehen, dass nur wenige oder keine effektiv zusammen mit dem Helm geprüft wurden. Eine offizielle Kompatibilität ist also nicht vorhanden.

Bei den restlichen Helmen von Shoei, Nolan, Caberg und Shark sind die Aussparungen vorhanden, und es wird auch ein spezifisches Kommunikationssystem angegeben, da dieses mitgeprüft wurde. Beim Helm von Schuberth ist ebenfalls eine Vorbereitung für ein mitgeprüftes System vorhanden, wobei hier die Lautsprecher bereits im Helm verbaut sind, was den Aufwand für eine Nachrüstung deutlich vereinfacht.

Gewicht

Die Helme wurden alle mit einer Präzisionswaage gewogen, und wiegen zwischen 1350 und 1742 Gramm. Hierbei ist festzustellen, dass Klapphelme ein bisschen schwerer sind als Jet- und Integralhelme, wobei dies immer noch modellspezifisch variiert.

Mit Ausnahme der Helme von iXS und LS2 sind alle anderen innerhalb der Toleranzangabe des Herstellers. Die Helme von iXS und LS2 liegen hierbei 43 bzw. 23 Gramm über der Herstellerangabe.

Eine Belastung des Nackens konnte, während den 30 Minuten Tragetests keine festgestellt werden.

Brillentauglichkeit

Einige der Modelle haben eine spezielle Aussparung für Brillen, was aber nicht immer bedeutet, dass die Brille auch wirklich gut eingesetzt werden kann, weshalb unabhängig von der Aussparung beurteilt wurde, ob die Brille eingesetzt werden kann oder nicht. Ebenfalls gilt zu beachten, dass dies abhängig von der Brillen Form ist.

Bei den Helmen von Schuberth, HJC, Nolan und Shark konnte die Brille gut eingesetzt werden. Bei den Modellen von AGV, Shoei, Caberg und iXS kann die Brille zwar eingesetzt werden, jedoch können die Brillenbügel nicht korrekt hinter dem Ohr platziert werden. Beim Helm von LS2 konnte die Brille gar nicht eingesetzt werden.

Bei den Modellen, bei welchen die Brille gut eingesetzt werden konnte, war kein Druck auf die Bügel wahrnehmbar und der Tragekomfort wurde dadurch nicht beeinflusst.

Fazit

Während der Integralhelm den besten Schutz bietet, ist das Fahrgefühl beim Jethelm ein sehr freies. Beides sind Vorteile, welche jeder für sich selbst abschätzen muss. Der Klapphelm bietet hierbei eine Lösung, welche fast immer das Beste aus beiden Welten vereint. Viele Aspekte der Helme wie Komfort oder Ausstattung sind hierbei losgelöst vom Typ des Helmes, und sollten beim Kauf zwingen beachtet werden. Die Qualität von Visieren, Belüftung und Innenfutter überzeugt durchgehend, auch wenn es immer wieder zu kleinen Unterschieden kommt. Negativ aufgefallen sind vereinzelte Modelle, welche beim Kinnriemen einen Druck gegen den Hals aufgewiesen haben.

Welches genau der beste Helm für jede Person ist, ist sehr individuell und abhängig von den Bedürfnissen. Um die richtige Passform und das Modell zu finden wird zwingend eine Anprobe empfohlen.

 
 

Jethelme

Schuberth J2
Schuberth J2: Komfortabler Jethelm mit abnehmbarem Kinnschutz und bereits integrierten Lautsprechern für Kommunikationssysteme
AGV K5 Jet Evo Jethelm
AGV K5 Jet Evo: Leichter und komfortabler Jethelm, bei welchem der Verschluss leicht gegen den Hals drücken kann
Shoei J-Cruise 3 Jethelm
Shoei J-Cruise 3: Bequemer Jethelm, bei welchem die Einstellung des Verschluss ein wenig Übung braucht

Klapphelme

Caberg Levo X Klapphelm
Caberg Levo X: Guter Klapphelm, welcher satt sitzt und für die Bedienung des Verschluss ein wenig Übung braucht
HJC F100 Carbon Klapphelm
HJC F100 Carbon: Klapphelm, bei welchem das Visier auch bei hochgeklaptem Kinnteil verwendet werden kann. Vorsicht: Kinnteil könnte hochgeklappt bei Fahrten mit Sozius im Weg sein
Nolan X-1005 Ultra Klapphelm
Nolan X-1005 Ultra: Bequemer Klapphelm, bei welchem sich das Sonnenvisier per Knopfdruck hochklappen lässt. Verschluss kann gegen den Hals drücken

Integralhelme

iXS 422 FG 2.2 Integralhelm
iXS 422 FG 2.2: Integralhelm mit guter Belüftung, jedoch Druckpunkte an Stirn und Hinterkopf
LS2 FF811 Vector Integralhelm
LS2 FF811 Vector: Integralhelm mit sehr sattem Sitz designt für die Rennstrecke. Sonnenvisier beeinträchtigt das Sichtfeld
Shark Spartan RS Integralhelm
Shark Spartan RS: Solider Integralhelm mit guter Handhabung. Doppel-D-Verschluss braucht jedoch ein wenig Übung
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Sicherheit

Die Sicherheit sollte beim Kauf eines Helmes immer an erster Stelle stehen. Hierbei bietet der Integralhelm klar den besten Schutz. Die aktuelle Sicherheitsnorm ist die ECE 22-06, welche von den Herstellern bei allen neuen Helmen eingehalten werden muss. Klapphelme müssen hierbei sowohl als Jet- als auch als Integralhelm geprüft werden. Auch wenn neue Helme nur noch nach der Norm ECE 22-06 produziert werden dürfen, so gibt es immer noch ältere Modelle die der Norm ECE 22-05 entsprechen und noch abverkauft werden. Es empfiehlt sich beim Kauf genau hinzuschauen und ein neues Modell zu kaufen, welches der aktuellen Norm entspricht. Ebenfalls gilt ein Doppel-D-Verschluss als sicherer als ein Mikroratschen-Verschluss.

Ein weiterer wichtiger Aspekt bei der Auswahl des Helmes ist das Material. Das entscheidende Qualitätsmerkmal ist die Machart der Aussenschale. Durch einen starken Aufprall kann die Struktur eines Thermoplast-Helms stark beeinträchtigt werden, was die Schutzwirkung bei weiteren Stössen verringert. Die Lebensdauer eines modernen Thermoplast-Helms beträgt nur drei bis fünf Jahre. Teurer, mit sieben bis zehn Jahren aber langlebiger und robuster sind sogenannte Duroplast-Helme. Dabei werden Matten aus Glasfaser (GfK), Kohlefaser (Carbon) oder Aramid (Kevlar) mehrlagig in eine Form gelegt, wo sie, getränkt in einem Flüssigharz, unter Druck und bei rund 160 Grad Celsius aushärten. So werden sie widerstandsfähiger und überstehen auch mehrfache Stösse – bei Stürzen durchaus üblich – besser. Bei den im Vergleich angeschauten Helmen (alle aus Duroplast-Materialien) empfehlen Hersteller trotzdem den Helm nach 5 Jahren zu ersetzten. Dies ist immer abhängig von Verwendungszweck und Umwelteinflüssen.

Dass bei einem Sturz der Helm beschädigt werden kann und ersetzt werden sollte, ist den meisten Menschen bekannt. Dies gilt jedoch auch wenn der Helm von einer Ablage, dem Sitz oder vom Lenker herunterfällt. Auch wenn aussen am Helm keine Schäden wahrnehmbar sind, so kann die Innenschale trotzdem solche davontragen, weshalb der Helm nicht mehr den maximalen Schutz bietet und ersetzt werden sollte.

 
 

Empfehlungen der TCS-Experten

  • Integralhelm bietet den besten Schutz.
  • Aktuellste Sicherheitsnorm ECE 22-06 beachten.
  • Helme aus Duroplast-Materialien sind langlebiger und sicherer.
  • Kauf im Fachhandel wird empfohlen, da die richtige Passform sehr wichtig und individuell ist.
  • Wer ein Kommunikationssystem wünscht, sollte zwingend auf mitgeprüfte Modelle achten.
  • Bei der Anprobe den Helm länger tragen und bei Brillenträgern diese gleich mittragen.
  • Helme sollten nach Sturz oder spätestens nach 3-5 Jahren (Thermoplast-Helm) bzw. 7-10 Jahren (Duroplast-Helm) ersetzt werden.

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