Hunde im Auto

Transportboxen gewährleisten die Sicherheit

Der TCS hat 5 Produkte unter die Lupe genommen und zeigt, worauf beim Kauf einer Hundebox zu achten ist.

Wer einen Hund im Auto transportiert, muss die entsprechende Sicherung beachten. Wichtig ist jedoch nicht nur die Sicherheit des Vierbeiners, sondern auch jene der Fahrzeuginsassen. Bei einem Unfall mit einer Geschwindigkeit von 50 km/h Kräfte wirken Kräfte, die dem 25-fachen Gewicht des Hundes entsprechen. Aus diesem Grund empfiehlt der TCS den Kauf einer qualitativ hochstehenden Hundebox.

Alle getesteten Boxen erfüllen die Mindestanforderungen

Die vom vorgängig vom TCS durchgeführten Crashtests haben deutlich aufgezeigt, dass Hunde am besten im Laderaum des Fahrzeugs transportiert werden. Als sicherstes System erwies sich dabei die festinstallierte Metallbox. Aus diesem Grund hat der TCS im vorliegenden Test 5 verschiedene Boxen unter die Lupe genommen.

Grösstmöglicher Schutz für die Fahrzeuginsassen bietet die Positionierung der Hundebox unmittelbar hinter der Rückbank. Eine zusätzliche Verankerung auf dem Fahrzeugboden erhöht zudem die Sicherheit, insbesondere bei abrupten Ausweichmanövern.

Getestet wurden der Carkennel und die Universal Einzelbox der Firma Schmidt Fahrzeugbau GmbH, eine für das Testfahrzeug Hyundai i40 massgefertigte Einzelbox der Firma WT-Metall GmbH, eine Metallbox der Firma Meiko-Heimtierbedarf AG sowie eine Alubox der 4pets (Swisspet). Alle getesteten Boxen erfüllen die Mindestanforderungen und erhalten mindestens das Prädikat «empfehlenswert». Die beiden Produkte von Schmidt und die Box von WT-Metall sind sogar «sehr empfehlenswert».

Überblick der Resultate


Produkt Gesamtbewertung Hersteller und Bezugsquelle
Schmidt Fahrzeugbau GmbH

Schmidt Carkennel

74%

★★★★¹

Schmidt Fahrzeugbau GmbH www.hundeboxen.de

Schmidt Fahrzeugbau GmbH

Schmidt Universal

71%

★★★★

Schmidt Fahrzeugbau GmbH www.hundeboxen.de

WT-Metall GmbH

WT Metall

65%

★★★★

WT-Metall GmbH www.wt-metall.de

Meiko Heimtierbedarf AG

Meiko

59%

★★★

Meiko Heimtierbedarf AG www.meiko.ch

Swisspet, 4pets, Pro-Line

4pets (Swisspet) G-Line

55%

★★★

4pets (Swisspet)
Qualipet
www.qualipet.ch

¹ ★★ für die Grössen 3 und 4. Bedingt durch die Erfahrungen des Crashtests wurden die Grössen 3 und 4 abgewertet und erhalten somit nur zwei Sterne.

Mehr Details zu den Resultaten finden Sie in der rechten Spalte unter «Testresultate».

Ideale Platzierung im Laderaum dicht an der Rückbank

Weiter wurde die Platzierung im Fahrzeug untersucht. Es konnte gezeigt werden, dass die im Crashtest verwendeten Boxen nur bei optimaler Platzierung ihre volle Wirksamkeit zeigen konnten: Im Laderaum des Fahrzeuges, direkt an der Rückenlehne platziert und mithilfe eines Sicherungssystems verankert. Werden die Boxen nicht abgestützt, kann dies fatale Folgen haben.

Als Alternative zum Laderaum wurde im vorliegenden Crash ein modernes Rückhaltesystem für die Rückbank getestet. Dieses vermochte jedoch nicht voll zu überzeugen. Der Hersteller Schmidt Fahrzeugbau GmbH hat umgehend reagiert und bietet im Moment die getestete Rücksitzbox (CARKennel) nur noch für kleinere Hunde an. Für diese Grössen ist ein gutes Crashergebnis zu erwarten.

Ein sicherer Hundetransport sollte ausschliesslich mit Boxen erfolgen, welche korrekt im Laderaum verankert sind und an die Rückbank anliegen. Zudem sollte für die Box eine ideale Grösse gewählt werden: Die Box sollte einerseits so klein sein, dass der Hund so geringe Beschleunigungswege wie möglich erfährt, andererseits aber auch gross genug sein, dass das Tier artgerecht transportiert werden kann.

Hundebox Crashtest

Tiertransport: gesetzliche Vorschriften

Laut Tierschutzverordnung (TSchV) gilt es seit 1. September 2008 die Tierwürde zu wahren. Konkret heisst dies, dass die Tiere während des Transports genügend Platz haben müssen, also z. B. nicht in einer zu engen Box transportiert werden dürfen. Zusätzlich gilt auch bei Tieren, die laut Strassenverkehrsgesetzt (SVG) als Ladung bezeichnet werden, dass diese so anzubringen sind, dass sie niemanden gefährden oder belästigen und auch nicht herunterfallen können.

Reisen mit Tieren ins Ausland

Bei Reisen ins europäische Ausland ist ein von der EU anerkannter Heimtierausweis zwingend. Zudem müssen Hunde und Katzen ab dem 2. Juli 2011 mit einem Mikrochip gekennzeichnet sein. Ohne gültige Tollwutimpfung wird man in jedem Fall an der Grenze zurückgewiesen. Für bestimmte Länder gelten zudem Zusatzbedingungen, wie z. B. ein Antikörper-Nachweis (sog. Titerbestimmung) bei Tollwut und eine vorgängig erfolgte Behandlung gegen Bandwürmer und Zecken oder aber rassebedingte Einreiseverbote.

Vor der Reise sollte man sich daher beim Bundesamt für Veterinärwesen (BVet) über die aktuellen Einreisebestimmungen erkundigen (www.bvet.admin.ch).