





Wer regelmässig auf den Autobahnen rund um Bern unterwegs ist, kennt die Situation: dichter Verkehr und stockende Kolonnen in den Hauptverkehrszeiten. Aber wieso fahren zwischendurch Autos auf dem Pannenstreifen?
Das ist kein Fehler, sondern erwünscht: Mit der Pannenstreifenumnutzung (PUN) verfügt die Region seit zwei Jahren über eine wirksame Massnahme, m den Verkehrsfluss auf der A6 zwischen Bern-Wankdorf und Muri zu verbessern. Bei hohem Verkehrsaufkommen wird der Pannenstreifen vorübergehend als zusätzlicher Fahrstreifen freigegeben. Elektronische Signale über der Fahrbahn zeigen die aktuelle Situation: Leuchtet ein dritter Pfeil ganz rechts, darf der Pannenstreifen befahren werden, auch wenn dazu eine durchgezogene Linie überquert werden muss, sonst bleibt er gesperrt.
Besonders wichtig ist das Verhalten bei Ein- und Ausfahrten. Wer die Autobahn verlassen möchte, sollte frühzeitig auf den freigegebenen Pannenstreifen wechseln. Dieser führt direkt zur nächsten Ausfahrt. Fahrzeuge auf dem freigegebenen Pannenstreifen haben dabei dieselben Rechte und Pflichten wie auf den übrigen Fahrstreifen. Einfädelnde Fahrzeuge müssen den Vortritt beachten und sich in den Verkehr einordnen. Die Erfahrungen zeigen, dass diese Massnahme den Verkehr verflüssigt, die Sicherheit erhöht und die Umwelt entlastet.
Weniger Stau auf der Autobahn bedeutet auch weniger Ausweichverkehr in den Quartieren. Doch die Pannenstreifenumnutzung funktioniert nur dann optimal, wenn sie von den Verkehrsteilnehmenden auch tatsächlich genutzt wird. Deshalb unser Aufruf an die TCS-Mitglieder: Nutzen Sie den freigegebenen Pannenstreifen, wenn die Signalisation dies erlaubt. Damit tragen Sie aktiv zu einem flüssigeren und sichereren Verkehr bei.
