Elterntaxis

Wenn Sie Ihr Kind mit dem Auto in der Schule absetzen, wird ihm eine positive und strukturierende Erfahrung genommen.


Mit Kameraden reden und Spass haben, Geheimnisse teilen, eine Blume oder ein Insekt bestaunen, freudig mit beiden Füssen in Pfützen springen, das sind einige der kleinen Freuden, die einem Kind vorenthalten werden, wenn man es mit dem Auto direkt vor der Schule absetzt... Ganz abgesehen davon, dass es auf dem Schulweg mit dem Strassenverkehr vertraut wird.

Ein zunehmendes Phänomen

Elterntaxis

Heute bringen 13% der Eltern ihre Kinder mit dem Auto zur Schule. Für viele ist diese Entscheidung von der Angst bestimmt, dass ihr Kind auf dem Schulweg verletzt werden könnte. Diese oft unbegründete Angst führt letztlich dazu, dass man seinem Kind eine wichtige Erfahrung für seine persönliche Entwicklung vorenthält.

Die Hauptprobleme der Elterntaxis

Elterntaxis
  • Kinder, die mit dem Auto zur Schule gebracht werden, können sich nicht mit dem Verkehr vertraut machen und so schon in jungen Jahren die richtigen Reflexe erwerben.
  • Kinder, die mit dem Auto zur Schule gebracht werden, verpassen eine Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen, ihre Umgebung selbständig zu entdecken und Selbstvertrauen zu gewinnen.
  • Kinder, die mit dem Auto zur Schule gebracht werden, verpassen die Möglichkeit zur Bewegung.
  • Elterntaxis erhöhen den Verkehr rund um die Schule und können jene Kinder gefährden, die zu Fuss auf dem Schulweg unterwegs sind.

Vorgebrachte Gründe und Alternativen

Elterntaxis

Warum bringe ich mein Kind mit dem Auto zur Schule? Was sind meine Beweggründe dafür? Soll ich anders vorgehen, und wenn ja, wie? Hier einige Vorschläge, die den Kindern wie den Eltern nützen:

«Mein Kind kann die Gefahren auf der Strasse nicht erkennen.»

-> Bringen Sie Ihrem Kind bei, wie es sich auf dem Schulweg richtig verhält. Befolgen Sie unsere Ratschläge.

« Mit dem Auto geht das schneller und bequemer.»

-> Der Schulweg kann manchmal lang sein. In diesem Fall genügt es, wenn Ihr Kind rechtzeitig zu Fuss von daheim aufbrechen kann. Die Zeitersparnis wird durch das, was es unterwegs lernt, weitgehend wettgemacht. Je nach Distanz können Sie Ihr Kind aber auch auf halbem Weg absetzen, damit es diese Erfahrung trotzdem machen kann.

« Die Schule liegt ja an meinem Weg zur Arbeit, da ist das praktischer.»

-> Selbst wenn die Planung so organisiert ist, kann man mit etwas gutem Willen seine Gewohnheiten ändern. Oder zum Beispiel das Kind beim kleinen Nachbarn deponieren, damit die beiden gemeinsam zur Schule gehen. Man kann sich in dieser Sache aber auch mit anderen Eltern absprechen.

« Ich muss es im Auto mitnehmen, es geht wirklich nicht anders.»

-> In diesem Fall können Sie Ihr Kind in der Nähe der Schule (ca. 150 m) an einem sicheren Ort absetzen und es den Rest des Weges gehen lassen. Das wird in jedem Fall zu seinem Vorteil sein!

Wo finde ich Informationen, wie ich mein Kind mit dem Schulweg vertraut machen kann?

Auf der Website «Kinder zu Fuss» finden Sie wertvolle Ratschläge zu den verschiedenen Verkehrssituationen, mit denen Ihr Kind konfrontiert sein kann.

Der Shop für Privatpersonen «Prävention im Verkehr» bietet Ihnen zahlreiche kostenlose Lehrmittel je nach Alter Ihres Kindes, so etwa den Malbogen «Der Schulweg», die Arbeitsmappe «Die Strasse und ich» oder das Faltblatt «Liebe Eltern». Zögern Sie nicht, sie zu bestellen!

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Zu bestellende Broschüren und Material

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