Solarenergie für zu Hause

CO₂-neutralen Strom für das eigene Elektroauto zu produzieren, ist möglich.


Seit Ende 2011 ist auf dem Flachdach eines Garagencontainers im Technischen Zentrum in Emmen eine kleine «Plug & Play»-Solaranlage mit sechs Modulen in Betrieb. Mit dieser Anlage ist es möglich, 2,7 kWh Strom pro Tag zu produzieren.

Pro Jahr erreicht sie etwa 1000 kWh. Diese Menge erlaubt mit dem Referenzfahrzeug Citroën C-Zero eine jährliche Fahrleistung von 6000 km. Der Strom aus dieser 7,6 m² grossen Anlage wird direkt ins Netz eingespeist. Dadurch werden Speicherprobleme vermieden, da der C-Zero weiterhin über Strom aus der Steckdose geladen wird.

Der Stromertrag der Anlage liegt bei CHF 250.- im Jahr und sie weist nach vier Jahren eine neutrale CO2-Bilanz auf (unter Berücksichtigung des Anteils an fossiler Energie).

Empfehlungen

Diese Erfahrungen und die Faustregel, dass moderne Elektro - Kleinwagen weniger als 20 kWh Strom auf 100 km verbrauchen, veranlassen den TCS zu folgenden Empfehlungen:

  • Eine 10 m grosse Solarfläche produziert jährlich etwa 1000 kWh Strom. Dies gilt auch, wenn der Winkel der Panels nicht ganz optimal zur Sonne montiert wurde.
  • Eine jährliche Produktion von 1000 kWh reicht theoretisch aus, um mindestens 5000 km zurückzulegen.

In der Praxis

Den Bau einer Solar-Hausinstallation nicht auf die leichte Schulter nehmen. Unter der Rubrik «Für Bauherren» auf swissolar.ch finden Sie eine Liste von Solar- Profis in Ihrer Nähe. Weitere wertvolle Infos bietet sun2wheel.com. Der Installateur sollte den Stromversorger oder das Energiedienstleistungsunternehmen über die Solaranlage informieren.
Folgende Punkte sind ausserdem zu klären:

  • Kann der Stromertrag aus den Solarzellen direkt ins Netz eingespeist werden?
  • Wie viel kostet es, die Solar anlage beim Stromversorger anzumelden?
  • Ist ein zusätzlicher Zähler, der auch rückwärts laufen kann, notwendig?

Je nach Standort, Art, Höhe und Grösse der Anlage ist eine Baugenehmigung erforderlich. Ausserdem ist es notwendig, sich über die Tragfähigkeit des Daches zu informieren. Eine Ausrichtung nach Südosten und Südwesten sowie eine Neigung der Panels von 20 bis 60 Grad sind unerlässlich.

Das könnte Sie auch interessieren

Angebote des TCS

Newsletter
Social Media
Neue Produkte & Jubiläen
 
Bitte haben Sie einen Moment Geduld
Wir optimieren gerade unsere Website, und es kann zu längeren Ladezeiten kommen.