Vorsicht vor Internetbetrug

Mit dem TCS Internet-Schutzbrief setzt sich der TCS neu auch für den Schutz seiner Mitglieder im Internet ein.


Da wir ständig online unterwegs sind, lauern im Internet diverse Gefahren, welchen es zu begegnen gilt. Der TCS möchte aktiv mithelfen diese Gefahren und Risiken zu bekämpfen und ist darum Mitglied der SISA Swiss Internet Security Alliance geworden.

Was ist Internetbetrug?

Der Begriff Internetbetrug beschreibt Betrugsdelikte im Rahmen der Internetkriminalität. Von Internetbetrug spricht man, wenn eine Person in der Absicht, sich zu bereichern, eine andere Person arglistig irreführt, um an ihr Vermögen zu gelangen oder um sich sonstige Vorteile zu verschaffen.

Was sind die allgemeinen Betrugsmerkmale?

  • Typisches Verhalten von Betrügerinnen und Betrügern: Sie versuchen zu verunsichern und/oder zu hetzen, um Ihre Opfer zu unüberlegtem Handeln zu animieren.
  • Typische Opfermerkmale: Betrügerinnen und Betrüger nutzen gezielt menschliche Eigenschaften wie den Wunsch nach Anerkennung, Gutgläubigkeit oder Neugier aus.
  • Typische Betrugssituationen: Wer sich gerade in einer persönlichen Krise befindet, unter Stress steht oder ein grosses Bedürfnis nach Liebe und Anerkennung hat, sollte verlockende Angebote besonders kritisch prüfen.

Welche Formen von Internetbetrug gibt es?

  • Betrügerische Online-Shops: Auf betrügerischen Onlineshops wird Ware angeboten, die es gar nicht gibt oder nicht den beschriebenen Wert besitzt.
  • Vorschussbetrug (gefälschte Immobilienanzeigen): Es handelt sich um jede Form des Betrugs, bei der ein Vorschuss geleistet werden muss, um anschliessend eine Geldsumme, ein Produkt oder eine Dienstleistung zu erhalten.
  • Falsche Unterstützungsanfragen (Notfall-Emails): Bei falschen Unterstützungsanfragen geht es den Betrügern und Betrügerinnen vor allem darum, an die Mailkonten von Dritten zu gelangen und in deren Namen eine finanzielle Unterstützungsanfrage an alle Personen aus deren Adressbuch zu versenden.

Beispiel: Betrügerische Online-Shops

Mittlerweile kann im Internet praktisch alles bestellt werden – Turnschuhe aus Amerika oder Lebensmittel, die man nicht selbst nach Hause tragen mag. Es ist nicht nur einfacher geworden, als Käufer die gewünschten Produkte per Mausklick zu erwerben, sondern auch als Verkäufer einen Onlineshop zu eröffnen und die Ware weltweit anzubieten.

Auf betrügerischen Onlineshops wird Ware angeboten, die es gar nicht gibt oder nicht den beschriebenen Wert besitzt. Diese Onlineshops wirken auf den ersten Blick professionell und locken mit tollen Angeboten. Wenn eine Person ein Produkt aus einem betrügerischen Onlineshop bestellt und im Voraus bezahlt, so wird sie dieses kaum je erhalten und das Geld ist ziemlich sicher ebenfalls verloren. Es kann auch sein, dass das bestellte Produkt geliefert wird, aber minderwertig oder schadhaft ist. Betrüger und Betrügerinnen stehlen auf diese Weise Geld oder auch persönliche Informationen und Kreditkartendaten.

Wie erkenne ich einen betrügerischen Onlineshop?

  • Achten Sie auf die Rechtschreibung der Texte des Onlineshops. Auffällig viele Fehler deuten darauf hin, dass die Seite nicht seriös ist.
  • Achten Sie auf Gütesiegel, wie das des Verbandes des Schweizerischen Versandhandels (VSV) und von Trusted Shops.
  • Prüfen Sie das unglaubliche Schnäppchen-Angebot sehr genau. Erkundigen Sie sich über den Anbieter und über mögliche Zusatzkosten, wie Zoll oder Mehrwertsteuer. Handelt es sich tatsächlich um Originalware oder wird hier gefälschte Markenware angeboten?
  • Passen Sie auf, wenn Ihnen unbekannte Händler bei der Bezahlmöglichkeit auf Vorkasse/Vorauszahlungen bestehen. Auf diese Weise bezahlen Sie für die Ware bevor Sie diese zugeschickt bekommen. Seriöse Händler bieten immer mehrere Zahlungsmodalitäten wie auf Rechnung, per Kreditkarte oder PayPal an.
  • Ist eine Kontaktadresse zum Händler im Onlineshop vorhanden? In der Schweiz sind Anbieter im elektronischen Geschäftsverkehr nach Art. 3 Abs. 1 lit. s UWG verpflichtet, eine klare und vollständige Kontaktadresse anzugeben.

Was tun, damit Sie kein Opfer von Internetbetrug werden?

  • Informieren Sie sich über aktuelle Betrugsversuche und neu auftretende Betrugsformen bei der Schweizerischen Kriminalprävention oder bei der Polizei.
  • Melden Sie sich bei Ihrer Polizei und lassen Sie sich von ihr beraten, wenn Sie das Gefühl haben mit Personen in Kontakt zu stehen, die Sie betrügen wollen.

Was tun, wenn Sie Opfer von Internetbetrug geworden sind?

Falls Sie Opfer eines Betrugs wurden, melden Sie den Vorfall nicht nur der Polizei, sondern berichten Sie auch in Ihrem persönlichen Umfeld über Ihr Erlebnis. So verhindern Sie, dass Ihre Familie, Freunde und Bekannte ebenfalls Opfer werden.

Was tut die Polizei?

Der Polizei ist es leider nur selten möglich, an die Täter von Internetbetrügereien zu gelangen. Betrüger und Betrügerinnen nutzen die Anonymität des Internets, um ihre Identität zu verschleiern. Trotzdem sollten Internetdelikte angezeigt werden, denn mit diesen Informationen kann die Polizei allenfalls Ermittlungsansätze finden. Wenn Sie Anzeige erstatten, sind Beweise wie Chatprotokolle, Emails oder Screenshots sehr hilfreich. Außerdem kann die Polizei anhand dieser Beweise feststellen, mit welchen Tricks Leute betrogen werden. Dieses Wissen wird den verschiedenen Polizeikorps weitergeleitet, um die Bevölkerung zu informieren.

Mehr Informationen und Tipps finden Sie auf den Seiten der Schweizerischen Kriminalprävention und den Seiten der Polizei.

Angebote des TCS

Social Media
Newsletter
Apps
Touring Magazin