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Für den Vollausbau der zweiten Lötschberg-Röhre

Stellungnahme des Vorstands der TCS-Sektion Wallis/Medienmitteilung

21. Februar 2020

Nach Beeinträchtigungen aufgrund eines Wassereinbruchs sind nun wieder beide Röhren des Lötschberg-Basistunnels für den Verkehr freigegeben. Dieses Ereignis zeigt, dass es eine zweite Röhre braucht und wichtig ist, auf dieser Achse eine leistungsfähige Verbindung aufrechtzuerhalten. Deshalb befürwortet der Vorstand der TCS-Sektion Wallis den kompletten Vollausbau der zweiten Röhre, der einen Zweispurausbau erlauben würde, ohne dass der Tunnel während der Arbeiten gesperrt werden müsste.

Zur allgemeinen Erleichterung kann der Lötschbergtunnel ab Freitag wieder in beiden Röhren befahren werden. Der Wassereinbruch führte zwar zu einigen Störungen und Verspätungen im Schienenverkehr, doch konnte die Verbindung während der zweiwöchigen Arbeiten dank der zweiten Röhre im betroffenen Abschnitt aufrechterhalten werden. Dieser Vorfall hat gezeigt, dass ein Tunnelsystem mit nur einer Röhre sowohl verkehrs- als auch sicherheitstechnisch nicht genügt. Wäre nämlich Wasser in den nur einspurig befahrbaren Bereich eingedrungen, hätte der Basistunnel komplett geschlossen werden müssen.

Eine solche Totalschliessung droht jedoch weiterhin. Der Bundesrat hat beschlossen, den bahntechnischen Vollausbau der bereits ausgebrochenen zweiten Röhre im Lötschberg-Basistunnel zu finanzieren. Für diesen Teilausbau muss der Tunnel zwischen 2022 und 2028 während mehrerer Monate vollständig gesperrt werden, was besonders verheerende Folgen für die Mobilität, den Tourismus und die wirtschaftliche Entwicklung des Wallis hat. Rund 50 Personen- und 60 Güterzüge sowie 13'000 Passagiere durchqueren täglich den Lötschbergtunnel. Pendlerinnen und Pendler sowie die Tourismusgäste müssten den Umweg über Brig und die alte Lötschbergroute oder über Lausanne auf sich nehmen, was die Fahrt um mehr als eine Stunde verlängert und mit Kapazitätsgrenzen verbunden ist. Von der Schliessung wären auch grosse Walliser Arbeitgeber betroffen, wie die Lonza AG oder das Spital Wallis, die zahlreiche in der Deutschschweiz wohnhafte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigen. Ausserdem würden dadurch verschiedene Grossprojekte, darunter auch der neue IBEX-Komplex bei der Lonza in Visp, in ihrer Entwicklung stark gebremst.

Aus diesem Grund befürwortet der Vorstand der TCS-Sektion Wallis die Vollausbauvariante, die der Bundesrat derzeit in Erfüllung des Postulats von Nationalrat Philipp Matthias Bregy prüft. Mit dem Zweispurausbau über die gesamte Länge des Tunnels könnte eine längere komplette Schliessung – auch bei erneuten geologischen Ereignissen oder späteren Sanierungsarbeiten – vermieden werden.


lötschberg
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