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Wie attraktiv ist eine Stadt, die nicht erreichbar ist?

Erreichbarkeit und Anbindung von Luzern im Städtevergleich

Über 140 Personen aus Wirtschaft und Politik haben an der 7. TCS-Verkehrskonferenz im Messezentrum Allmend-Luzern teilgenommen.

Ankommen, umsteigen, ausladen, abholen, liefern, parkieren, queren. Das Bahnhofgebiet mitten im Herzen der Stadt Luzern ist rund um die Uhr ein pulsierender Ort. Hier treffen täglich Tausende von Menschen und unterschiedliche Bedürfnisse aufeinander. Tonnen von Gütern reisen von A über B nach C. Als Hotspot der Zentralschweiz ist das Gebiet rund um den Bahnhof ein wichtiger Verkehrsknoten. Intercitys, Güterzüge und S-Bahnen fahren ein und aus. Velos, Taxis und Lieferanten teilen sich den Strassenraum mit Bussen, Cars und Autos. Es ist ein dichtes Nebeneinander. Auf Strasse, Schiene und Trottoir.

Eine gute Erreichbarkeit des ganzen Bahnhofgebiets ist von zentraler Bedeutung. Nicht nur für die Bevölkerung und die Wirtschaft der Stadt und des Kantons Luzern, sondern für die ganze Zentralschweiz. Es wurden und werden nun aber Ideen entwickelt und Massnahmen definiert, um die diversen Verkehrsströme zu entkoppeln. So führen unter anderem nicht mehr alle ÖV-Verbindungen bis zum Bahnhof. Internationale Züge verkehren vermehrt über Zürich/Arth-Goldau und machen somit einen Bogen um Luzern, was auch Reisende aus Ob- und Nidwalden zu spüren bekommen.

Diverse Massnahmen haben Auswirkungen auf den motorisierten Individualverkehr. So wurde etwa die Zufahrt zum Bahnhof Luzern erschwert. Im Weiteren wird über eine Verschiebung des Taxihalts beim Bahnhof diskutiert, und Carparkplätze in der Stadt Luzern sind mehr geduldet als erwünscht.

Heute und in Zukunft muss ein Hauptbahnhof gut und schnell erreichbar sein, egal mit welchem Transportmittel. In Luzern geht die Tendenz in eine andere Richtung. Was macht die Qualität eines Verkehrsknotens letztlich aus? Wo steht Luzern bezüglich Erreichbarkeit und Anbindung im Vergleich mit anderen Schweizer Städten? Diese und weitere Fragen wurden an der 7. TCS-Verkehrskonferenz diskutiert.

Gestartet wurde die Konferenz mit einem Referat von Transportberater Thomas Schmid. Er stellte einen Bericht vor, in dem die Erreichbarkeit und Anbindung von verschiedenen Schweizer Städten untersucht wurde. Sein Fazit ist, dass Luzern bei der Erreichbarkeit des Bahnhofgebiets im direkten Städtevergleich mit Lausanne, Winterthur, St. Gallen und Lugano in den meisten Kriterien auf Rang 1 abschneidet. Schmid bewertete die Erreichbarkeit des Verkehrsknotens Bahnhof Luzern aktuell als gut, ausser zur Hauptverkehrszeit auf den Strassen, wenn die Strasse überlastet ist und es zu instabilen Situationen und zu Staus kommt. Ein Blick in die nähere Zukunft zeige aber, dass die Erreichbarkeit leiden könnte, etwa durch den Abbau von Carparkplätzen oder die fehlende Nähe zu Fernbus-Haltestellen. Zur Verbesserung der Erreichbarkeit gebe es zahlreiche Ansätze wie zum Beispiel, dass die Agglomerationsgemeinden in die Konzeption der Lösungen eingebunden werden müssen.

Die Ergebnisse des Berichts bildeten die Ausgangslage für die Podiumsdiskussion. Unter der Leitung von Jérôme Martinu, Chefredaktor der Luzerner Zeitung, diskutierten Regierungsrat Robert Küng, Stadtpräsident Beat Züsli, Unternehmer, Kantonsrat und Emmer Gemeinderat Urs Dickenhof und René Kamer, Vizepräsident des Verwaltungsrates der Luzern Tourismus AG und Geschäftsführer von RailAway.

TCS-Sektion Waldstätte & Kontaktstelle Luzern
Burgerstrasse 22, Postfach 7991
6000 Luzern 7
Telefon +41 41 228 94 94
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