Wieviel ein Verkehrsunfall die Allgemeinheit kostet: Live-Simulation am 25. März in Lausanne

Lausanne, 25. März 2015. Am 25. März 2015 wurde in der Schweiz zum ersten Mal ein Verkehrsunfall unter wirklichkeitsgetreuen Bedingungen simuliert. Im Rahmen der Kampagne „Das richtige Verhalten“ wollen die verschiedenen Partnerorganisationen die Strassenbenützer im Bereich der Verkehrssicherheit sensibilisieren und aufzeigen, welche Kosten bei einem Unfall effektiv entstehen. Auch wenn jedes einzelne gerettete Leben natürlich unbezahlbar ist, so entstehen durch Verkehrsunfälle doch oft auch hohe Kosten für die Allgemeinheit: In der Schweiz summieren sich diese Folgekosten jedes Jahr auf rund 4,2 Milliarden Franken.

24. März 2015

Die Simulation in Mont-sur-Lausanne hat anhand eines nachgestellten Verkehrsunfalls im Detail aufgezeigt, welche Notfall- und Rettungsprozesse ausgelöst und welche Kosten dadurch schliesslich auch verursacht werden.

Konkret simuliert wurde ein Unfall zwischen zwei Fahrzeugen sowie die einzelnen Etappen der Interventionskette: Die Ankunft von Polizei und Ambulanz, die medizinische Erstversorgung durch den Notfalldienst, die Befreiung der eingeklemmten Insassen aus den Fahrzeugen durch das Rettungskorps und schliesslich der Helikoptertransport der Unfallopfer ins Spital. Ein enormer Aufwand, der schon durch eine kleine Unaufmerksamkeit ausgelöst werden kann.

Dieser Informations- und Präventionsevent wurde vor dem Hintergrund der Kampagne „Das richtige Verhalten“ durchgeführt, gemeinsam vom TCS, der Waadtländer Kantonspolizei, den zuständigen Behörden der Stadt und des Kantons, dem Strassenverkehrsamt, Schutz und Rettung Lausanne sowie der Rega.

Die Aktion und die Kampagne zielen in erster Linie auf eine Sensibilisierung im Sinne der Unfallprävention, sollen aber gleichzeitig auch über die Folgekosten von Unfällen für die Allgemeinheit informieren. Jährlich fallen in der Schweiz Kosten von rund 4,2 Milliarden Franken an für medizinische Behandlungen, Transportdienstleistungen, den Einsatz von Personen und Material sowie andere Aufwände. Mit einem elektronischen Zähler wurden bei der Simulation die Kosten der einzelnen Interventionsmassnahmen gleich direkt angezeigt und aufgerechnet. Die Aktion wurde vom Fonds für Verkehrssicherheit (FVS) finanziert.

Weil im Ernstfall wenige Sekunden über ein Menschenleben entscheiden können, empfiehlt der TCS die Verwendung der Rettungskarte in jedem handelsüblichen Fahrzeug – inklusive dem entsprechenden Kleber für die Seitenscheibe. Dank der Karte und dem Kleber erhalten die Rettungsteams auf einen Blick alle Informationen zur genauen Lokalisierung der Sicherheitssysteme und können das technische Bergungsgerät dadurch optimal einsetzen. So wird letztlich eine möglichst rasche Rettung der eingeklemmten Personen gewährleistet. Jede Minute, die bei einer Rettungsaktion eingespart wird, erhöht die Erfolgsaussichten für die Opfer um 1 Prozent. Die Rettungskarte findet auf einer A4-Seite Platz und kann unter www.rettungskarte.ch kostenlos heruntergeladen werden.

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