30.08.2018

Skywork Airlines bleibt am Boden



30. August 2018

Die Berner Regionalairline stellt ihren Betrieb per sofort ein. 11'000 Passagiere und 120 Mitarbeitende sind vom Grounding betroffen. Der Flughafen Bern verliert 60 Prozent seiner Flüge.

Nach der letzten Landung in Bern-Belp am Mittwochabend 29.08.2018 nach 22 Uhr hat die Skywork Airlines mitgeteilt, den Betrieb per sofort einzustellen. Nach gescheiterten Verhandlungen mit einem möglichen Partner seien die wirtschaftlichen Voraussetzungen nicht mehr gegeben, den Flugbetrieb weiterzuführen.

Folgende Flughäfen sind vom Skywork Grounding betroffen:

  • München
  • Wien
  • London
  • Amsterdam
  • Berlin
  • Palma de Mallorca

Für die 120 Mitarbeiter und 11'000 Passagiere ein harter Schlag – ebenso für den Flughafen Bern, der seinen grössten Kunden verliert.

In einer Mitteilung äussert der Flughafen Bern, der mit Skywork 60 Prozent aller Flüge verliert, sein Bedauern über die Betriebseinstellung.

Der Sommerflugbetrieb mit Helvetic Airways nach Calvi, Heraklion, Jerez, Olbia, Palma und Rhodos finde wie geplant statt. Trotz dem Umsatzrückgang durch den Wegfall von Skywork Airlines sei die Existenz des Flughafens nicht unmittelbar betroffen. Die Akquisitionsanstrengungen, neue Airlines nach Bern zu holen, würden intensiviert.

Hinweise für Skywork-Passagiere

  • Für weitere Informationen steht die Airline nicht zur Verfügung und verweist auf das BAZL. Dieses hält auf seiner Webseite fest, dass von der Betriebseinstellung rund 11'000 Passagiere betroffen sind.
  • Ab Donnerstag, 7 Uhr, steht für betroffene Passagiere eine Hotline bereit unter der Nummer 058 465 95 96. 
  • Passagieren von Skywork werde empfohlen, nicht am Flughafen zu erscheinen, sondern Kontakt mit der Buchungsstelle aufzunehmen. 
  • Für sich am Flughafen einfindende Gäste werde ein kostenloser Transfer zum Bahnhof Bern organisiert 
  • Falls Sie direkt bei der Airline gebucht haben, kontaktieren Sie diese. Kann eine Airline den Flugbetrieb nicht mehr aufrecht erhalten, muss sie die Ticketkosten ihrer Kunden rückerstatten. Dies erweist sich leider oft als schwieriger Prozess. Denn grundsätzlich müssen die Passagiere bei Insolvenz einer Fluggesellschaft ihre Forderungen im Rahmen des Konkursverfahrens beim Konkursverwalter anmelden. Der zeitliche Rahmen ist also relativ weit gesteckt.
  • Falls Sie ihr Ticket mit der Kreditkarte bezahlt haben, kontaktieren Sie die Kreditkartengesellschaft. Es besteht allenfalls die Möglichkeit, dass die Ticketkosten über die Gesellschaft rückerstattet werden. 
  • Haben Sie über eine Internetplattform gebucht, melden Sie sich bei der Airline. Online Plattformern gelten nur als Vermittler, nicht als Reiseanbieter. 
  • Falls Sie über ein Reisebüro gebucht haben, kontaktieren sie dieses. Man wird sich dort um eine Flugalternative kümmern oder ihnen die Ticketkosten rückerstatten. Kann die Reise nicht mehr durchgeführt werden, so muss der Veranstalter den Preis für das Arrangement rückerstatten.

Hinweise für ETI Schutzbrief-Inhaber

  • Personen, welche aufgrund des Groundings gestrandet sind oder eine Beratung brauchen, können sich rund um die Uhr an die ETI Einsatzzentrale wenden : +41 58/ 827 22 20 

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