16.05.2018

Alarmstufe rot wegen riesiger Aschewolke auf Hawaii



16. Mai 2018

Wegen einer Aschewolke, die eine Höhe von 3600 Metern erreichen kann, drohen den Hawaiianern erhebliche Atemprobleme. Wissenschaftler warnen zudem vor einem grösseren Ausbruch des Kilauea. Auch Touristen sind betroffen.

Die Anwohner wurden am Dienstag (Ortszeit) vor einer «schwerwiegenden Situation» gewarnt, die eine «direkte Gefahr» für ihre Gesundheit darstelle. Wegen der Aschewolke, die eine Höhe von 3600 Metern erreichen könne, drohten erhebliche Atemprobleme, warnte die Zivilschutzbehörde. Die neue enorme Aschewolke stieg auf, kurz nachdem durch den Ausbruch des Kilauea neue Risse im Boden der sogenannten Grossen Insel von Hawaii aufgetreten waren. Damit bildeten sich insgesamt bereits 20 Risse, aus einigen quillt Lava.

Bislang wurden rund 40 Privathäuser und andere Gebäude durch die glühenden Lavamassen zerstört. Hunderte Menschen mussten ihre Häuser verlassen. Wissenschaftler warnen vor weiteren Rissen und einem grösseren Ausbruch des Kilauea, der zu den aktivsten Vulkanen der Welt zählt. Von einer Reise auf die Insel wird abgeraten.

Wichtige Nummern im Notfall

  • Feuerwehr, Polizei und Notarzt: 911
  • Einsatzzentrale ETI – dringende Assistance-Anfragen im Ausland: +41 58 827 22 20
  • Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten (eda) Helpline: Tel. +41 800 24 7 365 oder +41 58 465 33 33

Gefährliches Schwefeldioxid

Bei jedem Vulkanausbruch werden grosse Mengen an Vulkangasen ausgestossen. Es ist besonders das Schwefeldioxid SO2 das für Mensch und Tier auch in weiten Entfernungen von der Eruptionsstelle noch gefährlich werden kann. Schwefeldioxid ist ein farbloses, schleimhautreizendes, stechend riechendes und sauer schmeckendes, giftiges Gas. Eine Schwefeldioxidkonzentration, die über dem Normalwert liegt, kann beim Menschen zu Kopfschmerzen, Übelkeit und Benommenheit führen. In höheren Konzentrationen schädigt das Gas stark die Bronchien und Lungen.

Und das geschieht, wenn Aschewolken-Teilchen in die Atemwege gelangen

Laut Lungenfacharzt Professor Karl-Christian Bergmann, der zum Thema schon viele Interviews gab, enthalten Aschewolken in der Regel kleine, kristalline Staubteilchen ohne chemische Wirkung. Sind diese Partikel gross genug, werden sie in der Nase abgefangen und ausgeschneuzt. Sind sie klein genug, gelangen sie in die Bronchien, werden von dort mit kleinen Härchen, dem sogenannten Flimmerepithel, wieder nach oben befördert und ausgespuckt oder runtergeschluckt. Bei Menschen, deren Lungentätigkeit schon beeinträchtigt ist, kann das gemäss Bergmann zu Reizungen führen und zum Beispiel zusätzliche Asthmaanfälle auslösen.

Diese Symptome könnten durch Aschestaub hervorgerufen werden:

  • Die Augen sind gerötet und tränen vermehrt.
  • Die Nase juckt, die Partikel lösen einen Niesreiz aus.
  • Ein weiteres Symptom ist ein trockener Reizhusten.
  • Bei akutem Ascheregen droht Luftnot.
  • Auch Hautreizungen können auftreten.

Wer sich derzeit im betroffenen Gebiet auf Hawaii aufhält und starke Symptome aufweist, sollte vor Ort oder spätestens nach der Ferienrückkehr einen Lungenarzt, einen Allergologen oder einen Kinderarzt aufsuchen. Wer eine Vorerkrankung hat (z.B. Asthma), ist in der Regel schon ausreichend mit den notwendigen Medikamenten wie einem Asthmaspray versorgt.


Verwenden Sie diese Informationen nicht als alleinige Grundlage für gesundheitsbezogene Entscheidungen. Fragen Sie bei gesundheitlichen Beschwerden Ihren Arzt oder Apotheker. Surfen im Internet ersetzt den Arztbesuch nicht.

Für Anregungen und Inputs, können Sie uns gerne per Mail kontaktieren: mdtcsch

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