Schwanger auf die Skipiste

Ferien in den Bergen können auch während einer Schwangerschaft sehr erholsam sein.


Aufgrund des hohen Verletzungsrisikos ist Skifahren in den neun Schwangerschaftsmonaten aber kein idealer Zeitvertrieb. Es gibt viele Faktoren wie unter anderem vaginale Blutungen, vorzeitige Wehentätigkeit oder Plazentainsuffizienz, die während der Schwangerschaft eindeutig gegen Sport und somit auch gegen das Skifahren sprechen. Und Frau muss nicht einmal selber schuld sein, denn auch ein anderer Pistenteilnehmer kann jederzeit einen Unfall verursachen. Dazu kommt, dass während der Schwangerschaft das Gleichgewichtsgefühl beeinträchtigt sein kann.

Experten vertreten die Meinung, dass Schwangere auf Skisport besser verzichten sollten. Wer dennoch nicht auf den Pistenspass verzichten möchte, sollte sich nur auf die ersten Schwangerschaftswochen beschränken. In dieser Phase ist der Bauch noch klein und das Gleichgewichtsgefühl weniger in Mitleidenschaft gezogen. In jedem Fall sollte unter 2 000 Metern Seehöhe gefahren werden. Denn je weiter es nach oben geht, desto dünner wird die Luft und die Schwangere läuft Gefahr, nicht mehr genügend Sauerstoff für sich und das Baby aufzunehmen.

Ideal wäre es auch, wenn bei der Anreise keine grossen Höhenunterschiede innerhalb weniger Minuten erfolgen, wie es bei Auffahrten mit Gondeln der Fall ist. Beim Pistenwechsel sind daher kleinere Lifte zu bevorzugen. Die Schwangere sollte sich langsam an die Umstellung gewöhnen können. Sprünge, Hügelpisten oder Tiefschneefahrten sind tabu, zur gross ist dabei das Verletzungsrisiko.

Bei Unwohlsein, Schwindelgefühl oder Überanstrengung sollte das Skifahren sofort abgebrochen werden. Bei Stürzen, Zusammenstössen oder Stössen in den Bauch sollte auf jeden Fall so schnell wie möglich ein Ultraschall und ein CTG veranlasst werden. Auch wenn die Schwangere sich im ersten Moment gut fühlt, keine Schmerzen oder sonstige Anzeichen einer Verletzung aufweist, sollte auf Nummer sicher gegangen werden. 


Verwenden Sie diese Informationen nicht als alleinige Grundlage für gesundheitsbezogene Entscheidungen. Fragen Sie bei gesundheitlichen Beschwerden Ihren Arzt oder Apotheker. Surfen im Internet ersetzt den Arztbesuch nicht.

Für Anregungen und Inputs, können Sie uns gerne per Mail kontaktieren: mdtcsch

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