Defibrillator: Lebensrettung auf Knopfdruck

Mit diesem kleinen Gerät und in Kombination mit lebensrettenden Sofortmassnahmen können Menschen erfolgreich wiederbelebt werden.  


Vorgehen bei einer leblosen Person mit Anwendung eines automatischen externen Defibrillators (AED)

  • Aufkleben der Elektroden auf trockene und saubere Haut. Während dem Aufkleben, wenn immer möglich, die Herzdruckmassage weiterführen.
  • Alarmieren des Notrufs 144
  • Sofortige und ununterbrochene Herdruckmassage durchführen bis die Sanität eintrifft
  • Von einer weiteren Person einen Defibrillator bringen lassen
  • Gerät einschalten und den Sprachanweisungen folgen während die Herzdruckmassage weitergeführt wird
  • Platzieren der einen Elektrode direkt unterhalb des Schlüsselbeins rechts
  • Platzieren der anderen Elektrode seitlich am Brustkorb links
  • Vor Auslösen des Schocks folgende Warnung Aussprechen: «Zurücktreten! Pateinten nicht berühren! Achtung, löse Schock aus!» (Quelle: Erste Hilfe leisten, sicher handeln)

Einem Herzkreislaufstillstand gehen fast immer ein Herzinfarkt und eine Herzrhythmusstörung voraus. Bei einem Herzkreislaufstillstand ist die betroffene Person auf sofortige Hilfe angewiesen. Wird nicht innerhalb von 3 bis 5 Minuten mit Wiederbelebungsmassnahmen begonnen, leiden lebenswichtige Organe an Sauerstoffmangel und die Überlebenschancen sinken rapide.

Auch bei sofortiger Alarmierung des Rettungsdienstes über die Notrufnummer 144 dauert es einige Minuten bis der Rettungsdienst eintrifft. Daher ist es für Betroffene überlebenswichtig, dass umgehend mit der Herzdruckmassage begonnen wird und wenn immer möglich ein automatischer externer Defibrillator (kurz AED) zum Einsatz kommt.

Verwendung eines automatischen externen Defibrillators (AED)

Der AED bringt das elektrische Chaos im Herzen (z.B. Kammerflimmern) mittels gezieltem Stromstoss (Defibrillation) wieder in einen geordneten Rhythmus. Je früher ein flimmerndes Herz defibrilliert wird, desto besser sind die Erfolgsaussichten.

Bei korrekt aufgeklebten Elektroden führt das Gerät selbstständig eine Analyse des Herzrhythmus durch. Wird ein Elektroschock empfohlen, so ist der verantwortliche Helfer dafür zuständig, dass beim Auslösen des AEDs niemand mit dem Patienten oder der Patientin in Kontakt ist. Vorsicht bei Defibrillationen, bei denen Wasser, leitende Unterlagen, brennbare oder explosive Stoffe in der Nähe sind. Der Eigenschutz geht immer vor.
Nicht richtig ist, dass allein mit einem AED eine Person mit Herzkreislaufstillstand gerettet werden kann.

Zum Erfolg führt der Einsatz eines Defibrillators nur, wenn sofort mit der Herzdruckmassage begonnen und diese konsequent durchgeführt wird, bis die Elektroden angebracht worden sind und der Defibrillator darauf hinweist, dass der Stromstoss ausgelöst und der Patient nicht mehr angefasst werden darf. Sollte der Patient nach dem Stromstoss nicht wieder mit dem Atmen beginnen, wird die Herzdruckmassage sofort und ohne Unterbruch weitergeführt, bis der Defibrillator den nächsten Stromstoss akustisch ankündigt. Die lebensrettenden Massnahmen werden fortgesetzt, bis der Rettungsdienst eintrifft oder die betroffene Person wieder normal atmet.

Einfache Handhabung

Es existieren verschiedene AED-Typen, die in ihrer Funktion alle ähnlich sind. Die Geräte analysieren automatisch, ob der Herzrhythmus mit Strom beeinflussbar (defibrillierbar) ist oder nicht. Lediglich die Stromabgabe muss bei halbautomatischen Defibrillatoren aktiv ausgelöst werden.

In den vergangenen Jahren wurden die Geräte stark weiterentwickelt und verfügen heute in den meisten Fällen auch über mehrere Sprachen, sprachunabhängige Piktogramme sowie Videoanleitungen.

Bei der Anschaffung eines Defibrillators empfiehlt sich eine Anwenderschulung. Die Samaritervereine bieten entsprechende Kurse für Wiederbelebung an. Der Schweizerische Samariterbund bietet eine Auswahl verschiedener AED-Modelle.

Wer sich Erste-Hilfe-Kenntnisse wie auch Kenntnisse über das Anwenden eines Defibrillators aneignen oder bestehendes Wissen auffrischen möchte, findet beim Schweizerischen Samariterbund ein vielfältiges Kursangebot.


Verwenden Sie diese Informationen nicht als alleinige Grundlage für gesundheitsbezogene Entscheidungen. Fragen Sie bei gesundheitlichen Beschwerden Ihren Arzt oder Apotheker. Surfen im Internet ersetzt den Arztbesuch nicht.

Für Anregungen und Inputs, können Sie uns gerne per Mail kontaktieren: mdtcsch

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