Finanzierungsarten

Die häufigsten Finanzierungsmöglichkeiten im Überblick.

Die Finanzierungsart für ein neues oder ein Occasions-Auto will vorgängig genau überlegt sein. Allzu oft kommt es vor, dass ein vermeintlich günstiges Angebot sich im Nachhinein trotz Werbeversprechen als sehr teuer, manchmal auch zu teuer für den Kunden herausstellt.

1. Leasing

Leasing ist die häufigste Finanzierungsform und eignet sich vor allem für zahlungskräftige Personen, die ihr Kapital nicht ins Auto investieren möchten und zudem mit der Dienstleistung (Autohandel, perfekter Unterhalt, optimal versichert usw.) wenig zu tun haben möchten.

Lassen Sie sich nicht von der Leasing-Werbung täuschen, die mit tiefen monatlichen Beträgen wirbt, ohne die zusätzlich anfallenden Kosten zu nennen. Reparaturpflichten, Rücknahmekosten, obligatorische Vollkasko-Versicherung usw.

Grundregel: Monatliche Leasingrate mal 3 = Monatskosten

Das Leasing-Fahrzeug ist nie Ihr Eigentum, es gehört immer der Leasing-Firma. Wenn der Leasing-Wagen Mängel hat, ist in der Regel nicht die Leasing-Firma als Eigentümer Adressat von Reklamationen, sondern der Wagenlieferant (Garage). Dieses Dreiecksverhältnis kann zu Komplikationen führen.

Kaution auf ein Sperrkonto überwiesen

In den letzten Jahren erhöhten die Leasinggeber laufend die Kaution. Vor Leasingbeginn muss vielfach ein Betrag von mehreren tausend Franken bezahlt werden. Der TCS empfiehlt aufgrund dieser Entwicklung, dass die Kaution (wie bei der Regelung als Wohnungsmieter) auf ein Sperrkonto überwiesen werden muss, über welche nur beide Parteien verfügen können, bzw. bei Nichteinigung innerhalb eines Jahres der Richter verfügen muss. Diese Empfehlung entspricht der mietrechtlichen Regelung für Geldsicherheiten.

Restwert des Leasing-Fahrzeuges festlegen

Nach dem Leasing-Vertragsablauf gibt es immer wieder Diskussionen über den Restwert und den Zustand des Autos. Mit Vorteil den Restwert des Fahrzeuges bereits im Leasingvertrag festlegen, um das Leasingangebot einfacher mit anderen zu vergleichen. Man weiss im Voraus, zu welchen Bedingungen das Auto nach Vertragsablauf übernommen werden könnte. Die Finanzplanung ist einfacher.

Weist das Fahrzeug nach Leasingablauf grosse Schäden auf, kann man entscheiden, ob man die Schäden beheben und berappen will oder ob es besser ist, den Restwert zu bezahlen und das Auto selber weiter zu fahren.

2. Barkauf

Die grössten Rabatte lassen sich mit der vorteilhaften Barzahlung erzielen. Offerten und gute Verhandlungstaktik helfen, ein gutes Geschäft abzuschliessen. Vorteilhafte Kauf-Zeitpunkte sind meistens in der Zeit des Genfer Automobilsalons (anfangs März), an Garagenausstellungen (im Frühling und Herbst), im Hochsommer (Juli) und am Jahresende (Silvesterzeit).

3. Kredit

Entscheidet man sich für einen Teilzahlungs- oder Privatkredit, so lohnt sich ein vorgängiger Vergleich der Zinssätze der verschiedenen Kreditanbieter.

Häufig führen die monatlichen Rückzahlungsverpflichtungen zu grossen finanziellen Problemen, wenn unvorhergesehene Ereignisse (z.B. Unfall, Scheidung, usw.) eintreten.
Wer sein Fahrzeug mit einem Kredit finanziert, sollte auf jeden Fall eine angemessene Reserve im Konsumbudget einplanen und das Fahrzeug mit einer günstigen Haftpflicht- und Vollkasko-Versicherung mit eventuell grossem Selbstbehalt versichern.

Weitere Informationen

Beim TCS können TCS-Mitglieder die Information «Leasing - Mängel an Leasingautos» (Doctech 3374) kostenlos beziehen.

Das Leasing wird mit den Vor- und Nachteilen erwähnt und das Thema Mängel am Leasingauto ausführlich behandelt.