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TCS-Notfallbarometer 2026

Entdecken Sie den dritten TCS-Notfallbarometer. Die repräsentative Studie beleuchtet die Situation der medizinischen Notfallversorgung in der Schweiz.

Die Ergebnisse des dritten TCS-Notfallbarometers basieren auf zwei Umfragen: einer ersten Befragung von 1'004 Erwachsenen in der Schweiz sowie einer zweiten unter TCS-Mitgliedern. Von den 1,65 Millionen TCS-Mitgliedern nahmen 810 Personen an der Umfrage teil.

Die Ergebnisse der Befragung sind vor dem Hintergrund mehrerer prägender Ereignisse Anfang 2026 zu betrachten, insbesondere der Brände in Crans-Montana und Kerzers. Diese Vorfälle erhielten grosse mediale Aufmerksamkeit und warfen Fragen zur Wirksamkeit der Rettungsdienste auf, insbesondere hinsichtlich Koordination, Reaktionsgeschwindigkeit und Erreichbarkeit. Auch andere Ereignisse, wie Skiunfälle, machten die Schwierigkeiten von Rettungseinsätzen in schwer zugänglichen Gebieten deutlich.

In diesem Kontext zeigt die Studie zudem eine wichtige Entwicklung auf: Die Bevölkerung ist zunehmend bereit, ihre Kenntnisse in Erster Hilfe zu erweitern. Angesichts einer anspruchsvolleren Wahrnehmung von Notfallsituationen und der Grenzen des Systems äussert eine deutliche Mehrheit der Befragten den Wunsch, sich ausbilden zu lassen und ihre Kenntnisse langfristig aufrechtzuerhalten.

Hohes Vertrauen in die Rettungskräfte

Die Ergebnisse des Barometers bestätigen die Robustheit des schweizerischen Notfallsystems. Das Vertrauen in die Akteure vor Ort bleibt nahezu einhellig: 98 % der Befragten vertrauen den Rettungskräften und 96 % dem spezialisierten medizinischen Personal.

Regionale Unterschiede in der Wahrnehmung

Wenn auch die Qualität der Hilfeleistungen insgesamt gut bewertet wird, zeigen sich je nach Region erhebliche Unterschiede.

Die Qualität der Notfallversorgung in städtischen Gebieten wird weiterhin am besten wahrgenommen (96 % positive Bewertungen), gefolgt von touristischen Regionen (88 %). Dagegen weisen schwerer zugängliche Gebiete Anzeichen von Schwächen auf: Die Wahrnehmung der Qualität geht in den Bergen deutlich zurück (62 %) und noch stärker in abgelegenen Regionen (46 %).

Diese Unterschiede spiegeln eine erhöhte Sensibilität gegenüber den Einsatzbedingungen in diesen Umgebungen wider, die durch jüngste Ereignisse noch verstärkt wurde.

Ein leicht rückläufiges institutionelles Vertrauen

Über die Fachkräfte vor Ort hinaus verzeichnet das Vertrauen in die Notfallinstitutionen in diesem Jahr einen leichten Rückgang.

Diese Entwicklung deutet jedoch nicht auf einen grundlegenden Glaubwürdigkeitsverlust hin, sondern vielmehr auf eine erhöhte Wachsamkeit der Bevölkerung, die sich der Grenzen des Systems inzwischen stärker bewusst ist.

Zunehmende Zweifel an den individuellen Fähigkeiten

Eine der zentralen Erkenntnisse des Barometers 2026 betrifft die Wahrnehmung der individuellen Kompetenzen. Die Schweizerinnen und Schweizer fühlen sich heute weniger in der Lage, im Notfall wirksam zu handeln. Dieser Rückgang betrifft sämtliche Massnahmen, auch die grundlegendsten.

Diese Entwicklung weist nicht zwingend auf einen tatsächlichen Kompetenzverlust hin, sondern vielmehr auf eine kritischere Selbsteinschätzung, beeinflusst durch ein besseres Bewusstsein für die realen Anforderungen von Notfallsituationen.

Eine starke Lernbereitschaft

Angesichts dieses Vertrauensrückgangs erweist sich die Reaktion der Bevölkerung als klar konstruktiv. Eine grosse Mehrheit der Befragten äussert den Wunsch, ihre Kompetenzen zu stärken.

Mehr als 80 % sprechen sich für regelmässige Erste-Hilfe-Kurse aus, und 62 % bevorzugen eine Auffrischung alle fünf Jahre – ein Hinweis darauf, dass diese Kompetenzen als kontinuierlich pflegebedürftig wahrgenommen werden.


Strukturierte Formate werden deutlich bevorzugt, insbesondere im beruflichen Umfeld oder über spezialisierte Organisationen. In diesem Zusammenhang zeigen sich TCS-Mitglieder noch eher bereit, Schulungen am Arbeitsplatz zu absolvieren (59 % gegenüber 46 % in der Gesamtbevölkerung).

TCS-Notfallbarometer 2026: alle Ergebnisse

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