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Symposium über kontroverse Verkehrsmassnahmen
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Definitionen
  • Ein Verkehrsunfall liegt dann vor, wenn mindestens ein motorisiertes oder nicht motorisiertes Fahrzeug (z. B. Fahrrad) in einen Unfall auf öffentlichen Strassen und Plätzen verwickelt ist.
  • Als "leicht verletzt" gelten Personen mit geringer Beeinträchtigung oder mit leicht eingeschränkter Bewegung, die aber das Verlassen der Unfallstelle aus eigener Kraft erlaubt.
  • Als "schwer verletzt" gelten Personen, die starke Beeinträchtigungen aufweisen, welche normale Aktivitäten für mindestens 24 Stunden verhindern.
  • Als "getötet" sind Personen anzuführen, die an der Unfallstelle ihr Leben verloren haben oder innert 30 Tagen nach der Kollision an den Unfallfolgen gestorben sind.
  • Als Verunfallte gelten leicht verletzte, schwer verletzte oder getötete Personen, während unter schwer Verunfallten sowohl schwer verletzte wie auch getötete Personen zu verstehen sind.
Woher stammen die schweizerischen Unfallzahlen?
Die am öftesten verwendeten Zahlen sind jene des BFS, die auf den Polizeirapporten basieren. Sie umfassen nur Verkehrsunfälle mit Verunfallten in der Schweiz, an welchen Fahrzeuge beteiligt sind.
Welches sind die wichtigsten Zahlen?
Hinsichtlich Unfällen und Verunfallten betreffen die wichtigsten Zahlen die Verkehrsmittel, das Alter und die Ortschaften. Sie werden auf zwei Graphiken dargestellt, für die Unfälle mit getöteten und jenen mit Verletzten.
Wie hat sich die Anzahl Unfallopfer in den letzten Jahren entwickelt?
Was die getöteten Personen betrifft, stellt man eine zwar unregelmässige, aber dauerhafte Abnahme fest, seit dem Spitzenwert von 1971 mit 1773 bis zum Jahre 2007 mit 384 Toten. Für die schwer Verletzten war die Langzeittendenz dieselbe wie für getöteten, obwohl die Zahlen ungefähr 10 Mal höher sind. Wenn für die Schwerverletzten die stärkste Senkung von 1989 bis 94 stattfand, so stellt man, wie für die Getöteten, kurzzeitig ein stärkeres Gefälle von 2001 bis 2006 fest.
Vergleicht man die letzten drei Jahre, so stellt man eine grössere Verbesserung für alle, ausser für die Fussgänger fest, deren Lage sich verschlechtert hat. Hinsichtlich der Sicherheit verfügen auch die Motorradfahrer (inkl. Motorroller) noch über ein grosses Potential, das zu nutzen wäre. Die Fussgänger und die motorisierten 2-Räder verdienen unseren Schutz, was nicht in gesamtheitliche Repression umzusetzen ist, sondern in konkrete, deren Bedürfnissen angepasste Massnahmen.
Tote in Verkehr200520062007%
Autofahrer178156162-9%
Motorradfahrer866982-5%
Radfahrer373530-19%
Fussgänger697679+14%
andere (z.B. Busse/Cars)393431-21%
Total409370384-6%
Ist es wahr, dass die Neulenker mehr Unfälle haben?
Es ist richtig, wie es die Zahlen bestätigen, dass Neulenker öfter in Unfällen miteinbezogen sind. Wichtig ist dabei, dass dies nicht automatisch bedeutet, dass sie für diese verantwortlich sind, und dass auch die zurückgelegte Anzahl Kilometer zu vergleichen ist. Nach einem Jahr Führerausweisbesitz geht die Anzahl der Unfälle zurück – sehr stark zum Beginn – bis zu 10 Jahren Praxis, was vor allem der erworbenen Erfahrung zugeschrieben werden kann.
Welches sind die häufigsten Unfallursachen?
Gegenwärtig werden die "Unfallursachen" in den offiziellen Statistiken „mögliche Fehler und Einflüsse“ genannt. Dieser zweite Begriff ist flexibler in dem Sinn, dass es einerseits oft nicht möglich ist, die wirklichen Ursachen zu ermitteln und dass andererseits die für ein eventuelles Urteil massgeblichen Fehler und Einflüsse auch andere sein können als jene, welche bei der Aufnahme des Unfallprotokolls erhoben wurden. Wir haben die elf wichtigsten davon auf zwei Tabellen zusammengestellt. Bei dieser Zusammenstellung ist zu berücksichtigen, dass für einen Unfall bis zu drei mögliche Fehler und Einflüsse erwähnt werden können. Die auf der Tabelle angegebenen Prozentanteile beziehen sich auf das Total der möglichen Ursachen und nicht auf die Anzahl Unfälle.
Was ist ein „Geschwindigkeitsunfall?“
Die öffentliche Meinung assoziiert damit automatisch ein Überschreiten der Tempolimite. Bezüglich Unfallursachen ist es hingegen üblich, von „unangepasster Geschwindigkeit“ zu sprechen, Dabei geht es mehrheitlich um ein Fahrverhalten, das nicht an die Linienführung, die Strassen-, die Verkehrs- oder die Sichtverhältnisse angepasst war, was – z.B. bei schneebedeckter Fahrbahn – durchaus auch möglich ist ohne dass die Geschwindigkeitsbegrenzung übertreten worden wäre. Ein anderer Fall ist ein unfallrelevantes Überschreiten der Höchstgeschwindigkeit, in welcher der Fahrer die Kontrolle über sein Fahrzeug einzig als Folge des hohen Tempos verloren hat. Dies wurde im 2007 in 24% der Ursachen von Unfällen mit Getöteten und in 14% der Ursachen von Unfällen mit Verunfallten (Verletzten und Getöteten) notiert. Dabei ist nicht zu vergessen, dass mehrere Ursachen pro Unfall angegeben sein können, wie dies im obigen Abschnitt erwähnt wurde.
Quelle
Im Gegensatz zu den Bundesämtern für Strassen (ASTRA) und für Statistik (BFS) oder zur Schweizerischen Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU) nicht über Stammdaten, sondern nur über Übersichtstabellen verfügt, analysiert er im Rahmen seiner Verkehrssicherheitsarbeit regelmässig statistische Informationen.
Wo kann man andere Zahlen finden?
Je nach gesuchtem Thema findet man zahlreiche Informationen auf dem Internet. Hinsichtlich der Verkehrsunfälle geben wir nur die drei wichtigsten Adressen an:
Bundesamt für Statistik (BFS) www.bfs.admin.ch
Schweizerische Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU) www.bfu.ch
Unfallversicherung (UVG) www.unfallstatistik.ch
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