| News |
| Im Dezember 2011 wurden mindestens 23 Fussgänger auf Zebrastreifen verletzt, darunter 7 schwer. Hinzu kommen 5 Todesopfer. Diese Zahlen sind wesentlich höher als der Jahresdurchschnitt der vergangenen fünf Jahre. Der TCS setzt sich seit Jahren für die Sicherheit der Fussgänger ein und empfiehlt unter anderem Massnahmen bei der Beleuchtung, der Standortwahl, der Sichtbarkeit und dem Zugang der Fussgängerstreifen.
Der TCS beschäftigt sich auch im Jahr 2012 mit diesem Thema weiter und plant, erneut 100 Fussgängerstreifen landesweit zu testen
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| Fussgängerstreifentest 2011 |
| Dieser Test läuft nun zum vierten Jahr. Wir haben dieses Mal 100 Fussgängerstreifen getestet. Sie befinden sich in der ganzen Schweiz, nämlich in den Städten Genf, Biel, Sitten, Freiburg, Zürich, Olten, Delsberg, Frauenfeld, Chur und Locarno. |
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| Methodik |
In den 10 Städten wurden je 10 Fussgängerstreifen im Stadtzentrum sowie im Stadtrand getestet. Es wurde nach folgenden Kriterien getestet: - Gestaltung (Distanz, Signalisierung, Markierungen, Inseln, Leuchtsignale, Unterhalt)
- Sichtbarkeit bei Tag (Distanz bis zur Wahrnehmung)
- Sichtbarkeit bei Nacht (Beleuchtung, Distanz bis zur Wahrnehmung)
- Zugang (für Personen mit reduzierter Mobilität, Hindernisse)
Folgende Skala wurde für die Testresultate verwendet: Sehr gut, gut, ausreichend, mangelhaft und sehr mangelhaft. Um eine ausreichende Bewertung zu bekommen, muss der Fussgängerstreifen auch für schwächere Verkehrsteilnehmer, wie z.B. Kinder, ein angepasstes Sicherheitsniveau bieten. |
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| Schlechte Überraschung in Freiburg und Genf |
Der schlechteste Fussgängerstreifen des Tests befindet sich in Freiburg. Er liegt beim Ausgang der Fussgängerzone an der Kreuzung zwischen der Rue de Lausanne und der Rue Pierre-Aeby. Dieser Fussgängerstreifen holte nur negative Punkte ein. Folgende ernsthafte Mängel sind festgestellt worden: - Unwahrnehmbarer wegen schlecht sichtbarer Markierungen
- Keine Beleuchtung vorhanden
- Parkiertes Auto nachts auf dem Fussgängerstreifen
- Vernachlässigter Unterhalt
- Schlechte Konzeption
All diese explosiven Zustände führen zu dem Resultat „sehr mangelhaft“ im Jahr 2011. In diesem Zustand ist dieser Fussgängerstreifen nutzlos. Er könnte genau so gut entfernt werden. An der Spitze des Genfersees haben die Fussgängerstreifen in der Stadt Genf auch nicht überzeugt. Hier finden wir den tiefsten Durchschnitt dieses Tests. Hauptproblem: Sichtbarkeit und Beleuchtung. Die im Jahr 2009 mit mangelhaft bewertete Fussgängerstreifen (Rue Maunoir und Cours de Rive) wurden in der Zwischenzeit nicht verbessert. Sie bekommen dieses Jahr wieder die Bewertung « mangelhaft ». |
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| Gute Punkte für Frauenfeld |
Auf der anderen Seite dieser Rangliste steht Frauenfeld. Die Fussgängerstreifen wurden dort um einiges positiver bewertet: man findet gleichzeitig den besten Fussgängerstreifen dieses Tests und den höchsten Durchschnitt. Der Fussgängerstreifen mit der besten Bewertung liegt an der Kreuzung zwischen der Laubgasse und der Oberwiesenstrasse. Folgendes wurde bemerkt: - Sehr gute Gestaltung
- Optimaler Unterhalt
- Keine Hindernisse
- Streifen Tagsüber wie Nachts gut sichtbar
- Angepasste Beleuchtung, Fussgängerstreifen und Trottoir daneben sind gut erkennbar
- Ausreichend zugänglich
Man muss bemerken, dass die Resultate in einer Stadt sehr unterschiedlich sein können. Es gibt gute und mangelhafte Fussgängerstreifen in jeder Stadt. |
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| Gestaltung |
| Die Gestaltung sowie die Konzeption der Fussgängerstreifen ist in den meisten Fällen ausreichend. Die Signalisation könnte verbessert werden. In gewissen Fällen könnten chwierige Situationen, die durch die Lage oder die Länge des Sreifens entstehen mittels einer Mittelinsel verbessert werden. Viele Elemente sind ortsspezifisch und können nicht allgemein gehandelt werden.
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| Beleuchtung |
| Sichtbarkeit bei Nacht ist ein wichtiger Punkt. Um diese zu gewährleisten muss die Beleuchtung passen. Es wurden einige Beispiele in diesem Test beobachtet, in welchen diese optimal ist (z.B. Laubgasse in Frauenfeld, Solothurnerstrasse in Biel, Baslerstrasse in Olten, Avenue de la Gare in Sitten). Leider sieht es bei der Mehrheit der Fussgängerstreifen anders aus. Die Beleuchtung ist mangelhaft und der Fahrzeuglenker kann einen Fussgängerstreifen nicht rechtzeitig wahrnehmen.
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| Zugang |
| Der Zugang für Rollstuhlfahrende hat in den letzten Jahren zugenommen. Es bleiben aber noch einige Fussgängerstreifen, bei welchen der Trottoirrand nicht gesenkt ist. Solche Elemente bilden ein Hinderniss nicht nur für Behinderte im Rollstuhl, sondern auch für ältere Leute. Dazu wird festgestellt, dass weitere Behinderungen nicht berücksichtigt wurden. Es wurde zum Beispiel nur bei einem EINZIGEN Fussgängerstreifen ein komplettes Blindenleitsystem gefunden (Leutschenbachstrasse in Zürich).
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| Technologie |
| Es herrscht immer noch allgemeines Desinteresse an neuen Technologien, welche zur Vermeidung von Unfällen helfen könnten. Kein Überweg im Test ist mit einem Countdown-System ausgestattet, welches dem Fussgänger anzeigt ob noch genügend Zeit zum Überqueren bleibt. Das Funktionieren mehreren Lichtsignalanlagen lässt die Experten perplex.
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Freiburg
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Frauenfeld
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Zürich
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Genf
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