| Die unterschiedlichen Profiltiefen und das unterschiedliche Alter der Vorder- und Hinterachsreifen beeinflussen die Sicherheitseigenschaften eines Fahrzeugs nicht unwesentlich. Sind die «besseren» Reifen auf der Vorderachse montiert, gewährleisten sie in der Regel Sicherheitsvorteile beim Bremsen und bei Aquaplaning. «Bessere» Reifen an der Hinterachse führen vor allem zu mehr Stabilität in Not- und Ausweichsituationen auf nasser Fahrbahn.
Da bei Schleuderunfällen ein höheres Verletzungs- bzw. Tötungsrisiko besteht, sollten die «besseren» Reifen an der Hinterachse montiert werden. Dies trifft insbesondere auf Fahrzeuge zu, die nicht mit einem Elektronischen Stabilitätsprogramm ausgerüstet sind.
Damit insbesondere bei Frontantriebsfahrzeugen ein gleichmässiger Verschleiss erzielt werden kann, empfehlen die TCS-Experten ein regelmässiges Wechseln der Sommerreifen von der Vorder- auf die Hinterachse. Dieser Ratschlag ist insbesondere bei Fahrzeugen, die über ein ESP verfügen, zu beherzigen.
Bei grossem Unterschied in der Profiltiefe (grösser 2 mm) und/oder deutlich unterschiedlichem Reifenalter muss auf jeden Fall mit einer erheblichen Verschlechterung der Sicherheitseigenschaften gerechnet werden. Zu vermeiden ist in diesem Fall die Montage der «schlechteren» Reifen an der Hinterachse. Andernfalls nimmt man ein erhebliches Ansteigen des Unfallrisikos durch Schleudern in Kauf.
Laut TCS-Experte Markus Grüter ist aus Sicherheitsgründen die Kombination unterschiedlicher Reifen auf Vorder- und Hinterachse nicht empfehlenswert. Hält man daran fest, sind die Reifen mit weniger Profiltiefe an der Vorderachse zu montieren. Hiermit wird der Bremsweg bei 80 km/h auf nasser Fahrbahn um über zwölf Meter verlängert. Um das Risiko, nicht rechtzeitig vor einem Hindernis anhalten zu können, auszuschliessen, sind folglich mit Vorteil alle vier Reifen zu ersetzen. |