| Roller und Scooter erfreuen sich immer grösserer Beliebtheit. Sei es wegen ihrer Wendigkeit oder weil sie im Stadtverkehr bei der Parkplatzsuche und bei verstopften Strassen grosse Vorteile bieten. Zudem sind die Betriebskosten verglichen mit einem Kleinwagen gering. Ob man sich für ein Kleinmotorrad oder einen Roller entscheidet, ist eine Frage der Verwendung und des Budgets.
Bei den Kleinmotorrädern konnten der Honda S-Wing 125 ABS und der Peugeot Satelis 125 ABS die Konkurrenten knapp hinter sich lassen und teilen sich zusammen mit dem Yamaha X-Max 125 den ersten Platz mit der Note "sehr empfehlenswert". Die Honda und der Peugeot punkten vor allem wegen guter Resultate beim Bremsen und des vorhandenem Antiblockiersystems (ABS), das in dieser Kategorie eher selten ist. Der Vectrix VX-1, der Suzuki SIXteen 125, die Vespa GTS 125, der Honda Lead und die Aprilia Sportcity One 125 erreichen die TCS- Note "empfehlenswert", da sie sich in einzelnen Disziplinen nicht unerhebliche Schwächen leisten. So ist beispielsweise die Reichweite des Elektrorollers Vectrix VX-1 mit 40 bis 60 km nur "bedingt empfehlenswert", was ihn einen der vordersten Plätze kostet. Trotzdem stellt er eine sehr interessante Alternative zu einem "Benziner" dar. Je nach Strommix des Anbieters, kann er praktisch schadstofffrei gefahren werden. Lediglich der relativ hohe Preis schmälert diesen guten Eindruck. Der Honda Lead 110 ist im Vergleich zu den übrigen Kleinmotorrollern schon fast ein Schnäppchen. Der Komfort und die Ausstattung bleiben jedoch aufgrund des relativ geringen Preises auf der Strecke.
Bei den grossen Rollern über 11kW (Führerscheinkategorie A und A beschränkt) zeigt sich ein ähnliches Bild. Der Yamaha T-Max 500 ABS und der Suzuki Burgman 650 ABS erreichen die Note "sehr empfehlenswert". Dies verwundert nicht, sind sie doch auch mit Abstand die teuersten in ihrem Testfeld. Der Honda SH 300i ABS, die Vespa GTS 250 i.e. ABS und der Kymco Xciting 500i ABS erreichen die Note "empfehlenswert".
Unter den Testkandidaten befinden sich auch zwei Exoten. Zum einen der dreirädrige Piaggio mp3 LT 400 i. e. und zum anderen der Elektroroller Vectrix VX-1. Dieser kann mit dem Führerschein für Kleinmotorräder (Kat. A1) gefahren werden. Um dieses spezielle Fahrzeug betreffend Energiebedarf mit seinen Konkurrenten vergleichen zu können, wurden die bei der Erzeugung anfallenden Schadstoffe von den EWZ (Energie Werke Zürich) und einer Stellungnahme des BAFU herangezogen. Da die Schweiz im Vergleich zu anderen
europäischen Ländern über relativ "sauberen" Strom (z.B Wasserkraftwerke) verfügt, ist die Ökobilanz des Elektrorollers gesamthaft positiv. Der Trend zu ökologischeren Zweirädern zeigte sich auch an der diesjährigen Swiss-Moto in Zürich. Dort widmeten die Veranstalter den Elektrorollern eine Sondershow.
Alle Testkandidaten lagen am Schluss des Tests eng beieinander. Bei den Einzelwertungen ergaben sich jedoch teils grosse Unterschiede. Sowohl bei den Kleinmotorrädern sowie bei den grossen Rollern zeichneten sich zwei Gruppen ab. Die einen sind flinke Stadtmobile, welche ohne grosses Windschild und ausladenden Verschalungen auskommen, die anderen Zweiräder, die besonders auf der Landstrasse und – bei den grossen Rollern – auch auf den Autobahnen einsetzbar sind. |