| Im letzten Jahr verunglückten auf Schweizer Strassen 295 Kinder von 4 – 15 Jahren zu Fuss oder als Zweiradfahrende schwer, 10 davon verloren gar ihr Leben. Die Schulanfang-Kampagne soll die Fahrzeuglenkenden und die Eltern erreichen und so dazu beitragen, diese Zahlen zu senken.
Das Plakat der Schulanfang-Kampagne zeigt ein Mädchen, Larissa, das sich an die Fahrzeuglenkenden wendet: "Gäll, du haltisch für mich aa", ergänzt mit dem Hinweis "Achtung, Kinder auf dem Schulweg!". Larissa spricht aber auch in Lokalradio-Spots zu den Fahrzeuglenkenden, vor allem dann, wenn sie unterwegs sind. Damit soll erreicht werden, dass die Lenkerinnen und Lenker vermehrt auf Kinder achten. Diese lernen, vor dem Überqueren des Fussgängerstreifens zu warten, bis die Fahrzeuge ganz stillstehen. Wenn Kinder die Strasse überqueren wollen, ist die Fahrt also zu verlangsamen und vor dem Streifen ganz anzuhalten. Auf ein Handzeichen ist zu verzichten, denn die Kleinen könnten losrennen, ohne auf weitere Gefahren zu achten, insbesondere auf den Verkehr aus der Gegenrichtung.
Im Rahmen dieser vom Fonds für Verkehrssicherheit in Auftrag gegebenen Gemeinschafts-kampagne verteilt die Polizei landesweit 200'000 Klarsichttüchlein für eine bessere Sicht auf Kinder. Auf der Verpackung sind das Plakatsujet und weitere Tipps für Fahrzeuglenkende und Eltern (siehe Kasten) enthalten. Hinweise in SRG-Radios, die bisherigen Spruchbänder "Schulanfang – Achtung Kinder!" sowie 120'000 gelbe und orange Leuchtgürtel, die den kleinen ABC-Schützen zum Schulanfang abgegeben werden, ergänzen die Kampagne.
Mit dieser Kampagne werden Fahrzeuglenkende dahingehend sensibilisiert, dass mit Kindern im Bereich der Strasse zu rechnen ist. Die Aufmerksamkeit und das Verhalten sind anzupassen. Den Eltern soll ihre Schlüsselrolle bewusst gemacht werden. Sie sind Vorbild und sollten es dem Kind ermöglichen, den Schulweg möglichst zu Fuss und aktiv zu erleben.
Der TCS und seine Partner erinnern die Automobilisten daran sich in der Nähe von Schulen und Spielplätzen richtig zu verhalten. Nachstehende Tipps richten sich auch an Eltern, damit sie so einen wesentlichen Beitrag zur Sicherheit ihrer Kinder leisten können. |