FR 
Der TCS Kontakt Filialen Sektionen Presse Politik Sitemap Verkehrsinfo IMAGE MEIN KONTO SHOP
Home
  Mitgliedervorteile Versicherungen Assistance Reisen & Freizeit Auto-Moto  Kurse  Sicherheit  
SUCHE: 
 
Vernier/Bern, den 21. Januar 2009
Im Rahmen einer europäischen Studie nahm der TCS zusammen mit 19 Partnerclubs das Park und Ride (P+R) Angebot in 22 europäischen Grossstädten unter die Lupe. Das Ergebnis: Paris verfügt über das umfangreichste, Genf über das teuerste Angebot.
Ungenügendes Angebot, Genf am teuersten
Während Ljubljana lediglich über eine Anlage mit 217 Plätzen verfügt, bietet Rom 31 Anlagen mit 13’000 Parkplätzen an. Spitzenreiter ist die Agglomeration Paris mit einem Angebot von über 100’000 Plätzen, die sich auf 547 Anlagen verteilen. Bezogen auf die Einwohnerzahl führt Luxemburg mit 50 Plätzen auf 1’000 Einwohner die Rangliste vor Genf an, welches 26 Plätze auf 1’000 Einwohner bietet. Die Agglomeration Genf lässt ihr P+R-Angebot vergolden: So kosten im Parc Relais Etoile 12 Stunden Parkzeit 42 CHF (rund 28 Euro). Für die Fahrt mit dem öffentlichen Verkehr entfallen zusätzlich 3 CHF(rund 2 Euro) pro Person. Die Genfer P+R-Betreiber legen offensichtlich ihren Schwerpunkt auf die Pendler. Ein Monatsabonnement kostet zwischen 110 und 130 CHF (rund 73 und 86 Euro) inklusive ÖV-Abonnement. Nichtsdestotrotz bleiben die Genfer P+R mit durchschnittlich 22 CHF (rund 15 Euro) pro 12 Stunden die teuersten, im Vergleich zu den anderen europäischen Städten. (Der Preis der anderen getesteten europäischen Städte liegt im Durchschnitt bei 4.80 Euro.)

Generell bemängelten die Experten das Fehlen einer einheitlichen P+R-Strategie in den untersuchten Städten. In Kopenhagen, Brüssel, Madrid, Lissabon und Zagreb gibt es kein P+R-System. In Brüssel z.B. fehlt es offensichtlich am politischen Willen von Stadt und Land, ein P+R-System aufzubauen. Grosse Unterschiede gibt es auch bezüglich Erreichbarkeit der P+R-Anlagen. Ist Köln mit 100 bis 200 m die Stadt der kurzen Wege, legt man in Berlin einen Fussmarsch von bis zu 800 m zurück.
Zusatzinformation: Automobilclubs fordern Festlegung von Mindeststandards:
Anlagen und Stellplätze
  • Mehr P+R-Anlagen anlegen und damit Kapazitäten erhöhen
  • Europaweit einheitliche Minimalkriterien im Unterschied zum „normalen“ Parkplatz definieren und festlegen: Mindestens 40 Stellplätze, maximal 300 Meter Distanz zur ÖV-Haltestelle, fester Untergrund sowohl der Stellplätze als auch des Fußweges, ausreichende Beleuchtung sowie einheitliche Beschilderung. P+R-Plätze auch für ausländische Nutzer erkennbar machen und die Art der ÖV-Verbindung mittels Symbol für Bus oder Bahn kennzeichnen.
  • Sicherheit und Sauberkeit mit geeigneten Maßnahmen gewährleisten
  • Öffnungszeiten und maximale Parkdauer festsetzen, um Dauerparken zu verhindern
  • Qualität der vorhandenen Anlagen konsequent verbessern
  • P+R-Plätze auf den Hauptzubringerstraßen klar ausschildern
ÖV-Anbindung
  • Für gutes ÖV-Angebot bei den P+R-Haltestellen sorgen
  • Netz- und Tarifplan des jeweiligen ÖV sowie Gebühren- und Benutzerordnung des P+R-Platzes in der Landessprache und möglichst auch in Englisch gut sichtbar aushängen
Preise
  • Park-and-Ride-Plätze möglichst günstig oder kostenlos und nur für ÖV-Nutzer anbieten, auf jeden Fall aber billiger als normale Parkplätze
  • Preise stabil halten und staffeln nach dem Motto „je zentraler, desto teurer“, um ein möglichst City-fernes Umsteigen zu fördern
  • Ermäßigte Kombi-Tickets für Parkplatz und ÖV-Hin- und -Rückfahrt anbieten
Verwaltung und Information
  • Koordination und Kompetenzen zwischen P+R-Betreibern, Stadtverwaltungen und ÖV-Betreibern eindeutig klären und geordnetes Management sicherstellen
  • Informationsangebot der jeweiligen Städte in Sachen Park and Ride deutlich erhöhen
  • Park+Ride-Anlagen auf den Internetseiten sowohl der Städte als auch der ÖV-Betreiber in der jeweiligen Landessprache und möglichst auch in Englisch präsentieren. Dabei nur tatsächlich vorhandene Standorte berücksichtigen
Hintergrund
"Park-and-Ride" von Englisch "to park", abstellen, parken und "to ride", fahren, oft auch Parken und Reisen genannt) bezeichnet ein Prinzip der Verkehrsplanung, in dem in der Nähe von Haltestellen des öffentlichen Nahverkehrs (ÖV) Abstellmöglichkeiten für PW, teilweise auch Motorräder und Busse, zur Verfügung gestellt werden. Vor allem Berufstätigen wird so die Möglichkeit gegeben, ihren PW am Stadtrand abzustellen und ohne Stau und Parkplatzprobleme mit öffentlichen Verkehrsmitteln in die Innenstadt zu gelangen.
Links
Downloaden
 
Mitgliedervorteile | Versicherungen | Assistance | Auto-Moto | Kurse | Sicherheit © TCS 2012