| Während Ljubljana lediglich über eine Anlage mit 217 Plätzen verfügt, bietet Rom 31 Anlagen mit 13’000 Parkplätzen an. Spitzenreiter ist die Agglomeration Paris mit einem Angebot von über 100’000 Plätzen, die sich auf 547 Anlagen verteilen. Bezogen auf die Einwohnerzahl führt Luxemburg mit 50 Plätzen auf 1’000 Einwohner die Rangliste vor Genf an, welches 26 Plätze auf 1’000 Einwohner bietet. Die Agglomeration Genf lässt ihr P+R-Angebot vergolden: So kosten im Parc Relais Etoile 12 Stunden Parkzeit 42 CHF (rund 28 Euro). Für die Fahrt mit dem öffentlichen Verkehr entfallen zusätzlich 3 CHF(rund 2 Euro) pro Person. Die Genfer P+R-Betreiber legen offensichtlich ihren Schwerpunkt auf die Pendler. Ein Monatsabonnement kostet zwischen 110 und 130 CHF (rund 73 und 86 Euro) inklusive ÖV-Abonnement. Nichtsdestotrotz bleiben die Genfer P+R mit durchschnittlich 22 CHF (rund 15 Euro) pro 12 Stunden die teuersten, im Vergleich zu den anderen europäischen Städten. (Der Preis der anderen getesteten europäischen Städte liegt im Durchschnitt bei 4.80 Euro.)
Generell bemängelten die Experten das Fehlen einer einheitlichen P+R-Strategie in den untersuchten Städten. In Kopenhagen, Brüssel, Madrid, Lissabon und Zagreb gibt es kein P+R-System. In Brüssel z.B. fehlt es offensichtlich am politischen Willen von Stadt und Land, ein P+R-System aufzubauen. Grosse Unterschiede gibt es auch bezüglich Erreichbarkeit der P+R-Anlagen. Ist Köln mit 100 bis 200 m die Stadt der kurzen Wege, legt man in Berlin einen Fussmarsch von bis zu 800 m zurück. |