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So funktioniert Navigation
Partner des Navigationsrechners sind die GPS-Satelliten, welche in etwa 20'000 km Höhe rund um die Erde kreisen. Stark vereinfacht gesagt sendet jeder dieser Satelliten dauernd die Nachricht: "Mein Name ist Satellit" "Sowieso“, meine Position ist gerade "diese hier“ und bei mir ist es jetzt "ganz genau so spät“. Der Navigationsrechner im Auto benötigt die Signale von mindestens drei Satelliten um damit seine genaue Position zu berechnen. Durch die laufende Neuberechnung der Position “merkt“ das Gerät natürlich wie schnell und wohin das Auto fährt. Dabei überprüft es laufend auf der digitale Karten mit der berechneten Route, ob die Fahrt zum eingegebenen Ziel führt, bzw. meldet rechtzeitig wenn man abbiegen muss. Bricht der Kontakt zu den Satelliten teilweise oder ganz ab, z. B. in einem Tunnel oder in schmalen Häuserschluchten, kann der Navigationsrechner verstummen, falls er nicht zusätzlich mit Daten aus dem Fahrzeug, Tachosignal und Gyroskop (Kompass), gefüttert wird.

Digitale Karten
Es gibt zwei grosse Anbieter von digitalen Strassenkarten, www.navteq.com und www.teleatlas.com. Derzeit lässt sich nicht beurteilen welcher von beiden Anbietern die Nase vorn hat, denn es kommt auf das perfekte Zusammenspiel von Gerät und Kartensoftware an.

Obwohl es je nach Anbieter und Speichertechnik Unterschiede gibt, gilt als Faustregel, dass für die digitale Schweizer Karte mit nahezu perfekter Abdeckung (bis in die Dörfer und auf Quartierstrassen und Hausnummern genau) etwa 30 bis 50 Megabyte Speicherplatz benötigt werden. Deutschland und Frankreich sind zusammen etwa 20 mal grösser als die Schweiz, und brauchen bei kompletter Abdeckung demzufolge auch etwa 20 mal mehr Speicherplatz. Damit wird deutlich dass für diese drei Länder zusammen etwa 1 Gigabyte benötigt werden.

Daraus folgt: Wenn die Werbung auf einem Speicherplatz von lediglich 2.5 Gigabyte ein Kartenmaterial von ganz Europa verspricht, dann hat dieses noch Lücken. Zwar werden die Lücken durch die fortschreitende Digitalisierung und Kartenupdates nach und nach geschlossen, doch es ist anzunehmen, dass dafür 2.5 Gigabyte-Speicher schon in ein paar Jahren zu klein sein wird. Geräte mit mehr Speicherplatz sind in der Regel auch teurer, aber wenn man sehr weit herumreist kann sich die Investition lohnen.

Alle Navigationssysteme enthalten auch eine grosse Menge an POI’s (Points of Interests) wie Einkaufszentren, Hotels, etc. Diese machen Navigationssysteme bedienungsfreundlicher, weil man bei der Zieleingabe nicht immer die genaue Adresse mit Strasse und Hausnummer kennt. Für viele Konsumenten wäre es nützlich, wenn diese Datenbank nach ihren individuellen Wünschen ergänzt werden könnte. Die Gerätehersteller müssten dazu aber die Software so gestalten, dass der Nutzer kostenlos die aktuellen Verkaufs- und Servicestellennetze von gewünschten (Marken-)Anbietern über das Internet ins Navigationssystem einspeisen kann (z. B. Erdgastankstellen, Schnellimbiss-ketten, Detailhandelsketten, usw).
 
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