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Mobile Navigationssysteme
Bei mobilen Navigationssystemen entfallen die Einbaukosten. So versuchen sie den fest installierten Geräten auf dem Zubehörmarkt den Rang abzulaufen. Die Displays mit Kartendarstellung sind bei mobilen Geräten jedoch kleiner und sie lassen sich auch nicht immer leicht ins Cockpit integrieren.
Portable Navigations-Assistenten PNA
Sie sind mehr als Kompasse des 21. Jahrhunderts. PNA's sind heute ausgereift, leicht zu montieren und einfach zu bedienen. Die Hersteller offerieren bereits spezielle Funktionen um sich von den Wettbewerbern abzuheben, denn Ans Ziel kommt man mit allen.
Bei Neuheiten, wie der Videonavigation werden Bilder einer integrierten Kamera in Echtzeit auf das Display gespielt, und es werden Schilder mit der signalisierten Höchstgeschwindigkeit erkannt. Bei ungünstigen Lichtverhältnissen, und Umgebungskontrasten funktioniert die Schildererkennung jedoch noch nicht immer zuverlässig.
Aufgrund des Fahrverhaltens können einige Navigationssysteme eine Ökobilanz berechnen. Auch eine Kostenübersicht kann ermittelt werden. Dabei werden jedoch die Berücksichtigung von personalisierten Profilen, eine Auswahl von Fahrzeugprofilen sowie der Geografie vermisst.
Einige Navigationssysteme bieten sehr umfangreiche Reiseführerfunktion, die vor allem für Ferienfahrten sehr informativ sind. Andere entwickeln eine Spracheingabe für Adressen und Untermenüpunkte. Die Spracheingabe ist jedoch noch nicht durchgängig verwirklicht.
Die Zeitangaben der Geräte sind in der Regel klar zu optimistisch. Ursache dafür sind die werksseitig hinterlegten Durchschnittsgeschwindigkeiten, für Autobahnen, Haupt- und Nebenstrassen innerorts und ausserorts. So kann es bei der Berechnung der schnellsten Route in der Praxis dazu kommen, dass diese am Ende doch länger dauert als vermutet. Auch mit dem Navigationssystem ist es wichtig genügend Zeit einzuplanen, und auf keinen Fall sollte versucht werden die im Navigationssystem angegebenen kurzen Fahrzeiten zu erreichen.
Als sehr angenehm hat sich in vielen Situationen die Funktion «Text to speech» erwiesen. Fast alle modernen PNA verfügen heute über diese Funktion, bei der das Navigationssystem nebst Anweisungen auch Strassennamen und Ortschaften nennt, zum Beispiel «Nach 700 Metern rechts abbiegen – Richtung München».
Das Navigationssystem kann im parkierten Auto gestohlen werden, wenn man es nicht mit sich trägt. Der Vorteil der Handynavigation liegt auf der Hand. Das Handy ist sowieso immer dabei. Auch als Fussgänger kann man hie und da die Navigationsfunktionen gut gebrauchen.
Handynavigation oft komplex zum Einrichten
Die Schwierigkeiten mit der Handynavigation beginnen bereits mit der Suche nach einer guten Halterung fürs Handy. Die muss sich der Handybesitzer in der Regel selber besorgen. In Haushalten mit mehreren Personen und Autos hat zwar jeder sein eigenes Handy dabei, aber meistens hat jeder ein anderes – eine Ursache weshalb sich viele Nutzer ihren eigenen Kabelsalat basteln.
Was es braucht ist eine einheitliche Steckdose an möglichst vielen Handys, wenigstens vom gleichen Hersteller, für die im Auto benötigten Funktionen wie Stromversorgung, Antenne, Freisprechanlage etc. Damit nimmt die Variantenvielfalt bei den Halterungen wenigstens auf der Handyseite ab.
Wer weiss schon, ob das Betriebssystem seines Handys «Symbian 60», «Windows Mobile» oder anders heisst, und welche Version es ist. Dies gilt es abzuklären, wenn Handy und Navi-Software nicht als Kombination gekauft wurden, und man im Internet etwas Passendes sucht. Elektronikgeschäfte haben meist wenig Navigationssoftware im Angebot.
Bei einigen Anbietern funktioniert die Navigation erst, nachdem sie über das Internet (PC) oder über das Handy freigeschaltet bzw. bei Nokia mittels Kreditkarte und E-mail Adresse bezahlt wurde.
Wenn alles fertig ist, funktioniert die Navigation mit dem Handy durchaus. Wer den Funktionsumfang der PNA's nicht kennt, wird mit der Handynavigation zufrieden sein. Fussgängertauglich ist die Navigation bei Nokia Maps und Navigon MN7. Oft hilft aber auch schon die Kartendarstellung als Stadtplan weiter.
Off-Bord Navigation
Einige navigationsfähige Handys enthalten in der Schweiz eine Software bei der sich das Kartenmaterial nicht auf dem Handy, sondern "Off-Bord" beim Anbieter befindet. Nach einer kostenlosen "Probierzeit" muss für die Navigation bezahlt werden. Nebst Kosten für die Routenberechnung, fallen auch Mobilfunkkosten an z. B. bei jeder neuen Standortanzeige, bei Verlassen der Route infolge eines Fahrfehlers etc. Je häufiger die Off-Bord Navigation genutzt wird, umso teurer wird sie. Die andere Seite: Je weniger die Funktion genutzt wird, umso geringer die Routine, wenn man sie einmal braucht.
Verkehrsmeldungen
In Sachen Verkehrsmeldungen scheint die auf Meldungen im Radio basierte Umsetzung im Moment ausgereizt. Die Darstellung und Interpretation der Meldungen ist befriedigend. Die Qualität der kostenlosen öffentlichen Meldungen über TMC und den kommerziellen (TMCpro im Ausland) halten sich in ihren Vor- und Nachteilen etwa die Waage. Eine Empfehlung von Alternativrouten ist nach wie vor schwierig, weil bei Unfällen oder Verkehrsüberlastungen es auf den naheliegendsten Alternativrouten oft schon nach kurzer Zeit ebenfalls nur noch sehr langsam vorwärts geht.
Einen neuen Weg beschreitet Tomtom mit den kostenpflichtigen Live-Diensten über Mobilfunk. Andere Anbieter stehen ebenfalls in den Startlöchern. Entsprechend der, in unserem oft hektischen Zeitalter, geltenden Regel «Zeit ist Geld», ist dieser Markt wahrscheinlich zukunftsträchtig. Dies vor allem, wenn damit vermehrt auch Ereignisse abseits der Hauptverkehrsachsen erfasst werden können, weiträumige Umfahrungsempfehlungen rechtzeitig angezeigt werden, und wenn solche Empfehlungen rechtzeitig wieder korrigiert werden, falls ein bestehender Engpass behoben ist.
Navigationssysteme sind schon heute gelegentlich eine Hilfe für die Umgehung von Problemzonen im Verkehrsgeschehen. Die Erwartungen des Kunden an die Qualität der Meldungen werden jedoch steigen, je mehr er dafür bezahlen muss.
TCS-Empfehlungen
  • Wer genügend technisches Flair und Motivation aufbringt bis alles funktioniert sowie die Telefonkosten für allfällige Zusatzdienste (z. B. Verkehrs- und Wettermeldungen) im Auge behält, wird der Handynavigation am Ende Positives attestieren.

  • Wenn man lieber nur das Gerät auspacken und losfahren möchte, empfiehlt der TCS ein PNA.

  • Handy-Nutzer mit Navigationssystemen sollten darauf achten, dass das Handy im Auto einen geeigneten und festen Platz in einer «Aktivhalterung» mit Stromversorgung hat. Auch die Fahranweisungen sind über die Lautsprecher einer Freisprecheinrichtung besser zu verstehen, als direkt aus dem Handy.

  • Wer das Handy während der Fahrt in die Hand nimmt um die Anzeige zu wechseln, muss mit einer Strafe rechnen wie wenn er ohne Freisprecheinrichtung telefoniert.

  • Das Anbringen des Navigationssystems in der Mitte der Windschutzscheibe ist verboten. Im oberen und unteren Bereich wird es toleriert, wenn die Sicht nicht eingeschränkt wird.

  • Fragen Sie vor dem Kauf eines PNA, ob die Antenne für den Empfang von TMC-Verkehrsmeldungen im 12 Volt Ladekabel integriert ist. Sie ersparen sich damit eine «Freileitung» mit Saugnäpfen an der Windschutzscheibe.

  • Prüfen Sie beim Kauf, wenn möglich ob das Navigationssystem über Lautstärkereserven verfügt und die Buchstaben und Schaltflächen gross genug sind, dass sie mühelos mit dem Finger einzeln «getroffen» werden.

  • Zieleingabe: Bedienungsfreundliche Geräte «denken mit» und vermindern mit jedem angetippten Buchstaben automatisch und rasch die Zahl der in Frage kommenden Ortschaften und Strassennamen.

  • Einige Fachgeschäfte, Autoelektroservice und Garagen bieten nebst Beratung die Möglichkeit ein Demogerät auszuprobieren. Dafür sind billige Sonderangebote dort seltener als bei Warenhäusern, Grossverteilern und im Versandhandel.

  • Je nach dem wo das Auto im Freien abgestellt wird, empfiehlt der TCS die mobilen Navigationssysteme vom Armaturenbrett abzunehmen um sie vor Sonnenlicht und Wärme – und gleichzeitig vor Diebstahl – zu schützen.
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