Der TCS hat von diesem Marktsegment fünf populäre Modelle getestet. Fazit: Obwohl die Qualität generell hoch ist, hat jedes der getesteten Bikes seine Stärken und Schwächen. Ausserdem sind die Unterhaltskosten viel höher als bei den traditionellen Velos. Wer CHF 4000.- und mehr ausgeben will, tut gut daran, sich vor dem Kauf zu überlegen, zu welchem Zweck er ein E-Bike benötigt.
Für den Test definierten die TCS-Tester folgendes Nutzerprofil: Herrenrad für eine 180 cm grosse Person, Preisspanne: CHF 4‘000.- bis 5‘000.-, Einsatzzweck: Für Pendler mit einem Arbeitsweg von 10 km. Sportliche Fahrweise.
Im Rahmen der ausführlichen Tests wurden folgende drei Kriterien beleuchtet.
Ausserdem untersuchte ein «Velo Plus»-Fachmann die Qualität der Komponenten, die Reparaturfreundlichkeit sowie die Verfügbarkeit von Ersatzteilen der getesteten Markenräder.
Im Vergleich zu den normalen Velos sind die Unterhaltskosten bei den E-Bikes wesentlich höher. So kostet ein Ersatzakku (in der Regel nach vier Jahren fällig; die Energiespeicherkapazität beträgt nach 4 Jahren ca. 80%) mindestens CHF 700.-. Nach einigen tausend Kilometern Fahrt ist zudem – je nach Modell – der Kauf eines neuen Kette-Ritzel-Satzes notwendig.
Ebenfalls die Note sehr empfehlenswert erhielt das Bike Thömus Stromer 500, dessen sportliches Design zu gefallen weiss. Ein ästhetisches Detail: Der Akku ist im Rahmenrohr versteckt. Der leise und kraftvolle Nabenmotor ist im Hinterrad integriert. Die Reichweite im «Power-Modus» liegt bei ungefähr 29 km.
Der Flyer T 10 HS verfügt über einen Mittelmotor, der auf die Kette wirkt, und über die hochwertigste Bremsanlage. Der getestete Flyer zeichnet sich durch die hohe Qualität von Fertigung und Komponenten aus. Die Reisegeschwindigkeit liegt mit Tretunterstützung bei rund 34 km/h.
Mit knapp CHF 4000 das günstigste der getesteten Räder wurde das Wheeler E-Bike mit der Note sehr empfehlenswert bewertet. Es handelt sich um ein Tourenvelo mit BionX-Nachrüstsatz. Der Nabenmotor ist am Hinterrad angebracht. Bei maximaler Tretunterstützung liegt die Reichweite bei ungefähr 31 km.
Der Raleigh Dover 40, mit 23 kg das «Leichtgewicht» der Testreihe, fährt sich ebenfalls angenehm und wird von einem auf die Kette wirkenden Mittelmotor angetrieben. Der Akku befindet sich wie beim Flyer hinter der Sattelstütze. Nicht besonders vorteilhaft ist die Akkuladezeit von 8 Stunden.
Ein völlig eigenständiges Konzept wurde beim Velocity Dolphin Express umgesetzt. So liegt der Motor hinter der Sattelstütze. Auffallend ist der 7 kg schwere Riesenakku, der für eine Rekordreichweite von 55 km (Power-Modus) sorgt. Der etwas lautstarke Motor liefert die gewünschte, problemlose Tretunterstützung.