Navigationssysteme für Camper Test 2012

Ein Navigationsgerät für Camper sieht von aussen gleich aus wie eines für das Auto.

Entscheidend ist die Möglichkeit dem Gerät die Abmessungen und Gewichte von Wohnmobil oder/und Anhänger «mitzuteilen». In der Folge sollte das Navi diese Fahrzeugdaten jeweils zur Berechnung einer geeigneten Route verwenden und niedrige Unterführungen, Engstellen, starke Steigungen, usw. meiden.

Das Snooper Ventura S7000 und das A-rival PNC Active Camping, verfügen über eine eindrucksvolle Datenbank mit Tausenden von Campingplatz-Informationen. Die anderen Geräte, mit teilweise besserer Routenführung, haben lediglich Telefonnummern gespeichert. Somit besteht noch eine Angebotslücke von Navigationssystemen, die eine optimale Routenführung mit Campingführer kombinieren. Die Bestnote «hervorragend» wurde daher nicht vergeben, aber auch mit «nicht empfehlenswert» musste kein Produkt bewertet werden.

Navigationssysteme für Camper

Empfehlungen

  • Navigationssysteme zeigen die gefahrene Geschwindigkeit genauer an als der Fahrzeug-Tacho. Damit ist es möglich, auf Autobahnen die zulässige Höchstgeschwindigkeit (80/ 100/120 km/h) bei günstigen Verkehrsverhältnissen auszunutzen und dennoch entspannt und sicher an Radarfallen vorbei zu rollen.
  • Anstelle der Befestigung mittels Klebepad am Armaturenbrett oder Saugnapf an der Windschutzscheibe sind bei Garmin passende Antirutschmatten optional erhältlich. Für Navigationssysteme von anderen Herstellern bietet www.pearl.ch praktische universelle Versionen an.
  • Wird das Navigationsgerät entfernt oder in mehreren Fahrzeugen benützt, sind solche «Sandsackhalter» praktisch. Achten Sie darauf, dass das Gerät nicht im Aufblasbereich des Beifahrerairbags steht. Ein schweres Gerät, wie das A-rival mit 18 cm Bild (links) benötigt natürlich eine schwerere Antirutschmatte als das kleinere, leichte Garmin mit 13 cm Bild (rechts).
  • Je nach dem wo das Fahrzeug im Freien abgestellt wird, empfiehlt der TCS die Geräte abzunehmen um sie vor Sonnenlicht, Wärme und Diebstahl zu schützen.
  • Fragen Sie vor dem Kauf, ob die Antenne für den Empfang von TMC-Verkehrsmeldungen im 12 Volt-Ladekabel integriert ist. Sie ersparen sich damit eine «Freileitung» mit Saugnäpfen an der Windschutzscheibe.
  • Für eine Aktualisierung des Kartenmaterials ist oft ein PC, Internetanschluss und minimale Computerkenntnisse erforderlich. Der Download einer Europakarte (2 bis 4 GB) über den Internetanschluss zu Hause dauert meistens mehrere Stunden. Einfacher, aber etwas teurer, ist das Upgrade, mit Karten auf einer neuen SD-Karte oder CD/DVD Datenträger.