Seit 1990 hat sich der Verkehr auf den Autobahnen verdoppelt. 2010 wurden auf den Nationalstrassen 15'910 Staustunden gemessen (34% mehr als 2009), und gemäss Schätzungen des Bundes wird das Verkehrsaufkommen bis 2030 weiter ansteigen. Werden die Engpässe nicht beseitigt, kann an bestimmten Stellen jährlich während 3300 Stunden bzw. an durchschnittlich 9 Stunden pro Tag nicht schneller als 50 km/h gefahren werden. Bis 2030 werden über 400 km Nationalstrassen häufig überlastet sein.
Das Programm Engpassbeseitigung wird durch den Infrastrukturfonds in der Höhe von 5.5 Mia. CHF finanziert. Dieser Betrag genügt jedoch bei weitem nicht, um alle Bedürfnisse zu decken. Er erlaubt lediglich die Beseitigung eines Teils der Engpässe (Module 1 und 2), während zahlreiche Projekte, obschon notwendig, nicht finanziert werden können (Modul 3). Diese Projekte werden auf über 6.4 Mia. CHF geschätzt, ohne zu berücksichtigen, dass der Bund weitere 5.4 Mia. CHF für Netzergänzungen auftreiben muss (Umfahrung Morges und Glatttalautobahn).
Es ist schliesslich auch in Erinnerung zu rufen, dass die Verkehrsüberlastung die Strassenbenutzer teuer zu stehen kommt( ca. 1.2 Mia. CHF pro Jahr nach neuesten Schätzungen). Es ist demzufolge essentiell, dass der Bund mehr Mittel in die Engpassbeseitigung investiert und so den Verkehrsfluss garantiert.
Die oberstehende Karte gibt einen Überblick über die Projekte, die über das Programm Engpassbeseitigung finanziert werden (Module 1 und 2), die notwendigen, aber nicht finanzierten Projekte (Modul 3) und die zwei notwendigen Erweiterungen (Netzergänzungen).