Der Nutzen der Rettungskarte im Detail

Warum ist die Rettungskarte so wichtig?

Hier finden Sie alle Informationen sowie das Video zur Rettungskarte und dem dazugehörenden Hinweiskleber.

Für was ist die Rettungskarte?

Die Rettungskarte ist ein A4 Blatt, auf dem wichtige Informationen für die Rettungskräfte aufgeführt sind. Die Rettungskarte enthält Angaben über die Position von Karosserieverstärkungen, Energiespeicher, Airbags, Gurtstraffer, Gasgeneratoren, Steuergeräte und mehr.

Wer braucht die Rettungskarte?

Mit Hilfe dieser Informationen können die Retter bei eingeklemmten Insassen nach einem Unfall die Rettungsgeräte optimal einsetzen und so Gefahren aus dem Weg gehen. Dies reduziert nicht nur die Rettungszeit sondern vereinfacht auch die Planung der technischen Rettung der Verletzten.

Wie komme ich zur Rettungskarte?

Seit der Lancierung der Rettungskarte in der Schweiz durch den TCS und den Schweizerischen Feuerwehrverband (SFV) im vergangenen Oktober hat sich das Angebot stetig weiterentwickelt. Heute stehen für die meisten Modelle auch die entsprechenden Rettungskarten zur Verfügung.

Die Rettungskarten können über die Hersteller- oder Importeur-Homepage abgerufen werden. Für Inhalt und Darstellung sind die Hersteller selbst verantwortlich. Dies gilt auch für die - teilweise sehr hohen - Dateigrössen (beim Öffnen/Ausdrucken berücksichtigen)!

Die Rettungskarte kann Aktualisierungen unterliegen, sofern dem Hersteller nach Stand der Technik neue Erkenntnisse vorliegen.

  • Wichtig ist, dass Sie die Rettungskarte für Ihr genaues Fahrzeugmodell ausdrucken. Beachten Sie die Produktionszeit, Karosserieform und gegebenenfalls das Antriebssystem.
  • Drucken Sie die Rettungskarte mit einem Farbdrucker aus.

Wo platziere ich die Rettungskarte im Auto?

  • Falten Sie die Karte mit der bedruckten Seite nach innen und befestigen Sie sie hinter der Fahrersonnenblende. Ist keine Lasche über der Sonnenblende vorhanden, kann die Karte mit einem Gummi- oder Klettband fixiert werden, so wie dies im zweiten Bild auf der rechten Seite veranschaulicht wird.
  • Bringen Sie zudem den HINWEISKLEBER auf der hinteren Seitenscheibe auf der Fahrerseite an. Damit wissen die Rettungskräfte beim Eintreffen sofort, dass sich eine Rettungskarte im Fahrzeug befindet.

So sind die fahrzeugspezifischen Informationen für die Retter schnell zugänglich. Dank den Angaben auf der Karte kann die Rettungszeit oft wesentlich verkürzt und der Verunfallte schneller medizinisch versorgt werden.

Wo erhalte ich den Hinweiskleber zur Rettungskarte?

Was muss ich zur Rettungskarte sonst noch wissen?

Da die Rettungskarte in Zusammenarbeit mit dem deutschen Verband der Automobilindustrie entworfen wurde, sind zurzeit fast alle Karten nur in deutscher Ausführung erhältlich. Wir haben die Legende auf französisch und italienisch übersetzt, damit die Rettungskarte in der ganzen Schweiz angewendet werden kann.

Bitte beachten Sie in der rechten Spalte auch das PDF Wichtige Hinweise. Wir geben Ihnen in diesem PDF ein paar praktische Hinweise, auf was Sie bei Ihrer spezifischen Rettungskarte achten müssen.

Wer hilft, wenn ich für mein Auto keine Rettungskarte finde?

Modellbezogene Rettungskarten bieten derzeit fast alle Fahrzeughersteller an. Einige Hersteller müssen aber noch Rettungskarten für ältere Modelle mit Airbags bereit stellen oder die Informationen in einheitliche Form bringen.

Sofern Sie in unserer Liste keine Rettungskarte für Ihr Automodell finden, dann wenden Sie sich bitte direkt an den Hersteller des Fahrzeuges. Die Hersteller sind zuständig für die Erstellung von korrekten Rettungskarten für all ihre Fahrzeuge.

Wem empfiehlt der TCS die Rettungskarte?

Der TCS empfiehlt die modellspezifische Rettungskarte für alle Fahrzeuge, die mit mindestens einem Airbag ausgestattet sind.

Warum ist die Rettungskarte so wichtig?

Ein Blick auf die Crashtests zeigts: Die Autos werden immer sicherer. Dies erhöht zwar die Überlebenschancen bei einem Unfall, führt aber vermehrt zu Problemen beim Bergen der Insassen aus dem Fahrzeug. Da kann die Rettungskarte helfen.

In den letzten 20 Jahren haben die Sicherheitselemente in Personenwagen stetig zugenommen. Zählten zu Beginn der 1990er Jahre bei den meisten Modellen hauptsächlich die Fahrzeuggurte, eine formstabile Fahrgastzelle und Knautschzonen zur passiven Sicherheit, so hat die Anzahl der verbauten Systeme, die Unfallfolgen vermindern, massiv zugenommen. Zehn Airbags, Gurtstraffer, aktive Kopfstützen, die das Verletzungs- und Tötungsrisiko für die Insassen vermindern, sind heute keine Seltenheit mehr.

Aber solche pyrotechnische Systeme stellen auch eine Gefahr für die Rettungskräfte dar. Zudem werden in der Karosserie vermehrt hochfeste Stähle eingesetzt, die den Fahrgastraum besser schützen und das Gewicht reduzieren. Dies stellt aber die Rettungskräfte vermehrt vor Probleme. Muss die eingeklemmte Person von der Feuerwehr befreit werden, stossen die Rettungsgeräte (Rettungsschere) oftmals an ihre Leistungsgrenze.

Auch das Auffinden und Abklemmen von Batterien ist bei modernen Autos ein Problem. Die zunehmende Anzahl von alternativen Antriebssystemen wie Hybrid-, Erdgas-, Flüssiggas-, Elektro- und in Zukunft auch Wasserstofffahrzeuge bergen ein zusätzliches Gefahrenpotenzial für die Feuerwehr.

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